Kunsttransporte für die
Wechselausstellung "Russische Revolution"

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Abgabetermin: 08.08.2016 - 12:00 Uhr

Auftragsart: Dienstleistung

Archiv | 24.06.2016 | Der Auftrag umfasst die Verpackung und den Transport der Leihnahmen gemäss Objektliste/Preisblatt (Anhang 1) zum Landesmuseum Zürich, Neubau 2. Obergeschoss (= Ausstellungsräume) inklusive der Organisation der gesamten Logistik, der Kurierbegleitung, die Abwicklung sämtlicher Zollformalitäten, das Verpacken und Handling sowie der Rücktransport der Leihnahmen nach Beendigung der Wechselausstellung Russische Revolution zu den Leihgebern. Der Leistungszeitraum ist vom 01.01.2017 bis 31.08.2017. Im Detail umfasst der Auftrag folgendes:

Vorbereitung (Organisation der gesamten Logistik im In- und Ausland) und Durchführung von Kunsttransporten im Auftrag des SNM in enger Abstimmung mit dem SNM und den Leihgebern.

Organisation und Durchführung der Kunsttransporte nach Beauftragung innerhalb des vom SNM vorgegebenen Zeitrahmens inkl. aller Formalitäten wie Visa, Genehmigung von Behörden, Cites, Zollformalitäten usw.

Durchführung der Kunsttransporte mit luftgefederten Fahrzeugen mit festem Aufbau, wenn gefordert klimatisiert und alarmgesichert.

Abstimmung mit den Leihgebern: Auf der Grundlage der vom SNM bereitgestellten Objektliste/Preisblatt (Anhang 1) erfolgt die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit den Leihgebern, um alle notwendigen Termine, Verpackungs- und Transportbedingungen zum Erstellen der Transportlogistik abzufragen. Hierbei sind die vom SNM bereitgestellten Angaben zu den Massen der Exponate abzugleichen. Die Abstimmungen und Vereinbarungen mit den Leihgebern sind zu dokumentieren. Sofern ein Leihgeber den Transport durch einen anderen Kunstspediteur vor-schreibt, ist der Auftragnehmer verpflichtet, mit diesem eine Unterbeauftragung direkt vorzunehmen und in die Transportlogistik entsprechend aufzunehmen. Die Rechnungen einer Unterbeauftragung sind gegenüber dem SNM offen zu legen. Auf Grundlage der Abstimmungen erstellt der Auftragnehmer die Transportlogistik für die Ein- und Auspackarbeiten und führt die Transporte selbst durch bzw. lassen die Transporte durch seine Partner durchführen.

Sofern der Einsatz von Kurieren vorgegeben wird, organisiert, koordiniert und realisiert der Auftragnehmer in enger und frühzeitiger Abstimmung mit dem SNM die An-, Abreise und den Aufenthalt inkl. aller Formalitäten wie Visa, Genehmigungen von Behörden, usw. sowie die Terminierung der Ein- und Auspackarbeiten der Leihgaben.

Der Auftragnehmer verpackt und transportiert die Kunstgüter nach geltendem Museumsstandard unter Beachtung der Vorgaben der Leihgeber, des SNM und gegebenenfalls der Versicherung. Hierzu sind die geforderten und vereinbarten Verpackungsmaterialien zu verwenden und gegebenenfalls Sonderkonstruktionen zu fertigen. Die Verpackungsmaterialien sind, so-fern die Verpackung mit dem Transport erfolgt, frei Haus zu liefern. Die Packerstunden und verbrauchtes Packmaterial sind auf Leistungsnachweisen gegengezeichnet dem SNM auszuweisen. Sofern erforderlich lagert der Auftragnehmer die Verpackungsmaterialien für die Dauer der Ausstellung kostenlos in seinem Lager ein. Verbrauchte Verpackungsmaterialien werden kostenlos durch den Auftragnehmer entsorgt.

Bei Bedarf und nach Absprache mit dem SNM erbringt der Auftragnehmer Handlingdienstleistungen (z.B. Hilfeleistungen beim Ein- und Ausladen oder beim Transport vom Lastwagen bis in den Ausstellungsraum) im Rahmen der Ausstellungs- und Projektarbeiten.

Der Auftragnehmer realisiert die Hin- und Rücktransporte unter Berücksichtigung aller Transportvorgaben der Leihgeber, des SNM und gegebenenfalls der Versicherung. Gesetzliche Vorschriften inkl. Ruhezeiten sind vom Auftragnehmer jederzeit einzuhalten. Fahrzeuge müssen mit zwei Fahrern besetzt sein und dürfen im beladenen Zustand nicht unbeaufsichtigt ab-gestellt werden. Zur Kostenminimierung sind, sofern keine Direkttransporte vorgeschrieben sind, möglichst Sammeltransporte und Beiladungen unter Wahrung des Schutzes und der Sicherheit vor Beschädigung, Verlust und Diebstahl zu organisieren. In jedem Fall ist der Transport, die Übernahme und Übergabe der Kunstobjekte lückenlos zu dokumentieren. Erkennbare Schäden an Verpackung und/oder dem Kunstgut sind ebenfalls zu dokumentieren – wenn möglich fotografisch angehängt auf dem Liefer-/Abholschein. Verpackungen von beschädigten Kunstwerken sind inkl. allfälliger Aus- und Abbrüche aufzubewahren, damit die Versicherung diese sichten kann. Die Übergabe der Kunstgüter hat nur an die zum Empfang berechtigten Personen zu erfolgen. Ist eine transportbedingte Zwischenlagerung erforderlich, darf diese nur nach Absprache mit den Leihgebern und dem SNM in einem Kunstlager mit der in dieser Ausschreibung geforderten Ausstattung erfolgen. Die Zwischenlagerung erfolgt, sofern sie durch die Transportlogistik bedingt und vom Auftragnehmer verursacht ist, auf Kosten des Auftragnehmers, andernfalls auf Kosten des SNM. Der Auftragnehmer sichert einen termingerechten Transport der Kunstgüter zu und erledigt selbständig alle mit dem Transport verbundenen Formalitäten wie Visa, Genehmigung von Behörden, Cites, Zollformalitäten usw. Die hierbei entstehenden Gebühren und Kosten werden vom Auftragnehmer verauslagt und auf Nachweis dem SNM in Rechnung gestellt.

Alle im Zusammenhang mit dem Auftrag und der Durchführung der Kunsttransporte erhaltenen Informationen sind vom Auftragnehmer streng vertraulich zu behandeln und dürfen Dritten nur mitgeteilt werden, sofern es für die Auftragserfüllung zwingend erforderlich ist.

Die zu transportierenden Kunst- und Kulturgüter müssen vom Auftragnehmer nicht versichert werden. Das SNM verfügt über eine Kunstversicherung auch hinsichtlich der Leihnahmen.

Die Objektliste/Preisblatt (Anhang 1) wird auf Anfrage ausschliesslich nur an Transporteure für Kunst- und Kulturgüter ausgehändigt.

Die Anbieter sollen ihre Preise aufgrund der Objektliste/Preisblatt (Anhang 1) und ihren Erfahrungen berechnen und diesbezüglich nicht mit den Leihgebern in Kontakt treten. Die Preise sind pro Objekt pauschalisiert direkt in die Objektliste/Preisblatt (Anhang 1) zu schreiben. Der Erfahrungswert resp. die Annahme/Basis für Verpackung und Transportart sind im Angebot unter Dokument 2 (siehe Ziffer 7.2 – Gliederung des Angebots) darzulegen und aufzuzeigen.

Bedingungen und Ausschlüsse / Zusätze der Anbieter sind grundsätzlich zu unterlassen, können jedoch auf einem separaten Blatt zum Preisblatt beigelegt werden, wobei Bedingungen, Ausschlüsse und Zusätze im Widerspruch zu den EK und TS nicht aufgeführt werden dürfen und Varianten nicht zugelassen sind.

 

Bedarfsstelle/Vergabestelle:
Schweizerisches Nationalmuseum

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