Beschallungssimulation Sirenen

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Abgabetermin: 14.03.2017

Auftragsart: Dienstleistung

Archiv | 30.01.2017 | Basierend auf den gesetzlichen Grundlagen des Bundesgesetzes über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz BZG (Art. 43, Art. 71) sowie der Alarmierungsverordnung AV (Art. 15, Art. 20) hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS die Bereitstellung eines Alarmierungssystems für die Bevölkerung sicherzustellen.
Als Sollzustand wird angestrebt, ein ausgewogenes Alarmierungssystem bereitzustellen, um die Bevölkerung in besiedelten Gebieten landesweit alarmieren zu können. Die Sirenen erfüllen dabei vor allem die Funktion eines „Weck-Rufs“ um die Bevölkerung auf bestimmte Medien und deren Mitteilungen aufmerksam zu machen. Die Beschallungsplanung, d.h. die optimale Verteilung von stationären Sirenen zur Erfüllung des Auftrags die Bevölkerung zu alarmieren, obliegt gemäss AV (Art. 17 Abs. 1) grundsätzlich den Kantonen (Bedarfsträger). Die Grundlagen für die Planung sind in den Weisungen des BABS über die Durchführung der Alarmierungsplanung und der Wegleitung des BABS für die Alarmierungsplanung (Anhang zu den Weisungen über die Durchführung der Alarmierungsplanung) festgehalten.

Gegenstand der Ausschreibung ist eine Dienstleistung, die sich aus einer Beschallungssimulation und der Beratung zur Beschallungsplanung zusammensetzt.
Die Planung der Standorte der Sirenenanlagen ist für das gesamte besiedelte Gebiet durchzuführen. Die Planung umfasst auch die Kernkraftwerkzonen 1 und 2 sowie die Nahzonen von Stauanlagen. In der Planung für stationäre Sirenenanlagen sind besiedelte Gebiete von 100 Einwohnern und mehr zu berücksichtigen (Grundlage: Bundesamt für Statistik BFS).
Mit einem Schalldruckpegel (Schallimmission) von = 65 dB(A) sollte unter Berücksichtigung der Schalldruckpegelabnahme durch die Abstands-, Luft- sowie Bebauungsdämpfung mindestens 80% der Bevölkerung in besiedelten Gebieten alarmiert werden können.
Folgende Anwendungsfälle sind durch die zukünftige Beschallungssimulation abzudecken: Regelmässige Überprüfung der Abdeckung, Sirenenersatz, Bedarf von neuen Sirenen klären und verschieben von Sirenenanlagen.


Jeder Anwendungsfall erfordert grundsätzlich die Erfüllung von drei Teilaufgaben, die sequentiell durchlaufen werden, wobei dann aus der Beratung nochmals neue Berechnungsanforderungen resultieren können: Datenaufbereitung, Berechnung und Datenauswertung & Beratung.
Die in einem Anwendungsfall produzierten Resultate müssen den folgenden Anforderungen genügen:
Sie bilden eine verlässliche Grundlage zur Übersicht und zur Beantwortung von Fragen zur sinnvollen Optimierung der Sirenenbeschallung; Sie sind vergleichbar über die ganze Schweiz und insbesondere auch an Randzonen zwischen den Kantonen; Sie erlauben somit auch generelle Statistiken und periodische Auswertungen über die Sirenenbeschallung auf gesamtschweizerischer Ebene zu erarbeiten; Das dazu verwendete tabellarische, graphische und geographische Informationsmaterial ist nachvollziehbar dokumentiert; Verwendete Methodiken und visuelle Darstellungen werden auch für Laien verständlich dargestellt.

 

Bedarfsstelle/Vergabestelle:
Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS

HINWEISE: Beachten Sie bitte die Eingabevorschriften. Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend sind die vom seco mit einer elektronischen Signatur versehenen SHAB-Daten. Die Adresse für die Unterlagen sowie eine detaillierte Beschreibung finden Sie auf der SSL-gesicherten Detailseite.