Beschaffung "Neue Vorgangsbearbeitung"

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Abgabetermin: 10.10.2016 - 12:00 Uhr

Auftragsart: Lieferung

Archiv | 22.07.2016 | Die Kantonspolizei Bern beabsichtigt die Ablösung der Systemlandschaft für die polizeiliche Vorgangsbearbeitung, da diese das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hat. Die informations-technische Plattform zur polizeilichen Vorgangsbearbeitung umfasst insbesondere die Lösungen zur Journalführung, Geschäftskontrolle und Rapportierung sowie für die Bewirtschaftung von fachspezifischen Daten. Auch eine grössere Anzahl an Schnittstellen für den Datenaustausch mit kantonalen und eidgenössischen Umsystemen ist Bestandteil davon. Ziel ist es, die bestehende Plattform zur polizeilichen Vorgangsbearbeitung durch eine neue zu ersetzen.
Im Projekt ist auch die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern vertreten, da mit Ausnahme einiger weniger Spezialitäten die Prozesse von Kapo und Staatsanwaltschaft viele Gemeinsamkeiten aufweisen und somit gut auf einer gemeinsamen Plattform mit getrennten Mandanten verarbeitet werden könnten.


Die bernischen Justizbehörden bestehen gemäss dem Gesetz über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) einerseits aus den Gerichtsbehörden (vgl. Art. 2 GSOG) und der Staatsanwaltschaft (vgl. Art. 3 GSOG) vertreten durch die Generalstaatsanwaltschaft. In organisatorischer Hinsicht kann die Staatsanwaltschaft in ihrer Funktion als Bindeglied zwischen den Polizeibehörden und der eigentlichen Justiz bezeichnet werden, hat diese im Rahmen der Strafverfolgung Weisungsbefugnis gegenüber den Polizeibehörden und führt das Ermittlungsverfahren, hat andererseits jedoch durch die Möglichkeit des Strafbefehls andererseits auch justizielle Funktionen. Durch vorliegende Ausschreibung sollen die Polizei und die Staatsanwaltschaft ein einheitliches System mit unter-schiedlichen Mandanten erhalten.


Die Kapo und die Generalstaatsanwaltschaft haben sich entschlossen, gemeinsam eine „Allgemeine Vorgangsbearbeitung mit drei Mandanten“ (nachfolgend als „Vorgangsbearbeitungssystem“ bezeichnet) auszuschreiben und damit die Grundlage zu schaffen, die Zusammenarbeit und den Austausch von Daten effizienter zu gestalten.
Die rechtlich geforderte Trennung soll durch Mandanten und die getrennte Datenhaltung sichergestellt werden.


Die Justiz verfügt heute über dasselbe System wie die Staatsanwaltschaft. Letztere soll durch vorliegende Ausschreibung ein neues und zeitgemässes System erhalten. Um eine einheitliche und kongruente Bearbeitung und Übergabe von Fällen innerhalb der bernischen Strafverfolgungsbehörden zu garantieren, ist eine Option um Erweiterung von Mandanten "Gerichtsbehörden" vorgesehen. Sollte die Option ausgelöst werden, wird diese inhaltlich analog den Mandanten Kapo und Staatsanwaltschaft geführt.


Ergänzend soll es anderen Strafverfolgungs- und Gerichtsbehörden (auch ausserkantonal) möglich sein, das ausgeschriebene System zu betreiben, bzw. sofern gewünscht, den Betrieb desselben der Kapo zu übertragen. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben durch die Drittbehörde, insbesondere der submissions- und datenschutzrechtlichen Vorgaben sowie das Einverständnis der Lieferantin zur Erstellung eines solchen zusätzlichen Mandanten. Die Lieferantin kann die Erstellung solcher, zusätzlicher Mandanten, dabei nur aus wichtigem Grund verweigern.

 

Bedarfsstelle/Vergabestelle:
Staatsanwaltschaft des Kantons Bern und Kantonspolizei Bern

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