Wasseraufbereitung und Springbrunnen automatisiert

Wasseraufbereitung und Springbrunnen automatisiert
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25.09.2013 | Die KIT Wassertechnik AG in Inkwil entwickelt ökologische Wassernutzungssysteme für verschiedene Ansprüche. Für das Unternehmen stehen dabei die Nutzung von Regen- und Quellwasser, das Recycling und die Veredelung von Wasser, insbesondere von Prozesswasser im Vordergrund. Zur Steuerung seiner Anlagen verwendet die KIT Wassertechnik seit jeher Komponenten von Eaton.

So auch in einem ihrer jüngsten Projekte: Eine Anlage für ein Autowaschzentrum, bei welchem das Waschwasser vollständig aufbereitet und der Wasserverlust mit Regenwasser gedeckt wird. Teil der Installation ist auch ein farbig illuminierter Springbrunnen, der die Umgebung des Waschzentrums ziert.
 

KIT Wassertechnik plant, erstellt und realisiert Wassernutzungsanlagen für verschiedenste Bedürfnisse. Zu den Spezialitäten des Schweizer Unternehmens gehören die Aufbereitung von Regenwasser und das Recycling von Brauchwasser als gleichwertiger Ersatz von wertvollem Frischwasser. "Beim Neubau seines Autohauses mit angeschlossener Autowaschanlage suchte unser Auftraggeber eine wasser- und umweltschonende Lösung, welche zudem das im Betrieb entstehende Abwasser wieder nutzen kann“, erinnert sich Roland Graf, Geschäftsführer der KIT Wassertechnik an die Rahmenbedingungen, welche an die Wasserversorgung gestellt wurden. „Außerdem wünschte er sich als besonderes Highlight seines Neubaus eine Springbrunnenanlage, welche in der Nacht mit einem präzise definierbaren Farbenspiel inszeniert werden sollte.“
 

Perfektes Wasser – wie aus der Leitung

Herzstück der gesamten Anlage ist eine zentral lokalisierte, mehrstufige Wasseraufbereitungsanlage. Von hier aus wird das Wasser zur Waschanlage und dem Springbrunnen sowie zu den einige hundert Meter entfernt liegenden Verbrauchern des Autohauses gepumpt. „Im Rohwasserspeicher werden zunächst Regenwasser und das aus der Anlage zurückfließende Abwasser gefasst“, beginnt Roland Graf die Beschreibung des Systems. „Dieses Rohwasser wird in einem aufwändigen Verfahren über Bandfilter, mehrschichtige Aktivkohlefilter und durch Membranfilter gereinigt und anschließend in einem Brauchwassertank mit einem Fassungsvermögen von 7.500 Litern gespeichert.“ Die Wasserqualität steht derjenigen von Frischwasser kaum nach. Das in zwei Speichern von total 100.000 Litern gespeicherte Regenwasser dient zur Kompensation des Wasserverlustes im Autowaschzentrum.

Die so gespeicherte Wassermenge ist selbst in regenarmen Zeiten für den autonomen Betrieb der Anlage ausreichend. Die Fahrzeugwäsche erfolgt praktisch ausschließlich mit aufbereitetem Wasser sowie mit Regenwasser: „Eine Ergänzung mit Frischwasser ist wirklich nur punktuell notwendig“, freut sich Roland Graf über dieses äußerst ökologisch arbeitende System. Auch in der betrieblichen ökonomie punktet die KIT-Anlage: In etwas mehr als dreieinhalb Jahren hat sich die Anlage amortisiert, einzig durch die Einsparungen bei Frisch- und Abwasser.
 

Aufwendige Steuerung

Wasseraufbereitung ist ein komplexes Verfahren, bei dem permanente Wasseranalyse und Prozesssteuerung perfekt reproduzierbar aufeinander abgestimmt werden müssen. So wundert es nicht, dass KIT alleine dafür acht Steuerrelais easy819 einsetzt, die

über Entfernungen von mehr als 300m miteinander verbunden sind. Die einfache und kostengünstige Vernetz- und Erweiterbarkeit des easy800-Systems überzeugen im Betrieb der dezentral aufgebauten Steuerung. „Sieben Geräte sind via easyLink zusätzlich mit Erweiterungsmodulen easy618 ergänzt, sodass wir mit dieser Anlage leicht über 250 E/A-Punkte bedienen können“, erläutert Roland Graf.
 

Highlight: Illuminierter Springbrunnen

Ein Hingucker ist die weitläufige Springbrunnenanlage im Bereich der Zufahrt zum Waschzentrum. Drei weitere easy819-Steuerrelais sorgen für ein Wasserspiel, das die Besucher begeistert. Sobald es dunkel wird, werden die Brunnen überdies mit zeitgesteuerten Farbwechseln inszeniert. „Hierfür setzen wir die easy806 mit SmartWire-DT ein. Sie passt genau, denn wir benötigten analoge Ausgänge zur Automatisierung der LED-Dimmer“, begründet Roland Graf seinen Entscheid. „Wir sind völlig frei in der Programmierung des Farbspiels und können ein präzises 0 – 10 V Steuersignal erzeugen, das einen langsamen und genau definierten Farbwechsel ermöglicht“. Entgegen kam der KIT Wassertechnik auch der platzsparende Aufbau via SmartWire-DT: „Das System kombiniert die Funktionalität einer easy800 mit dem direkten Anschluss an das Kommunikationssystem für Schaltgeräte. Das ist perfekt für unseren Anwendungsfall“, so Roland Graf.
 

ökologie und ökonomie waren für den Auftraggeber entscheidend. Die realisierte Lösung liefert eine perfekte Symbiose: Sie schont die Umwelt – und den Geldbeutel. „Unser Kunde ist sehr zufrieden, die Anlage läuft absolut zuverlässig“, freut sich Roland Graf. „Eaton-Technik liefert dazu einen entscheidenden Beitrag. In all den Jahren hatten wir bei keinem unserer Projekte einen Ausfall zu beklagen.“


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