Vernetzt handeln – klug veredeln

Vernetzt handeln – klug veredeln
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Hobelkopf mit Keil, galvanisch verzinkt blau passiviert durch Metallveredlung Kopp. Der Hobelkopf wurde am Gestell, der Keil in der Trommel veredelt.
13.11.2012 | Wer kostengünstig produzieren will, tut gut daran, seine Partner schon für den Entwicklungsprozess beizuziehen und so das Potenzial guter Ideen zu nutzen. Das machte die Firma SWD Schweisswerk AG in Densbüren AG. Und deshalb wird der Hobelkopf für den Bosch Elektrohobel in der Schweiz gefertigt, veredelt und perfektioniert.

Die Ausgangslage: Massenware veredeln
Der innovative Hobelkopf aus der Entwicklung von SWD wird als gestanztes Paket aus über 60 Einzelblechen hergestellt. Aus diesem Rohling wird einige Arbeitsschritte später das Herzstück des Elektrohobels GHO 26-82 von Bosch. Bevor dieser als Baugruppe mit Messer, Keil und Welle montiert werden kann, muss er verzinkt und blau passiviert werden.
Solche Oberflächenbehandlungen sind für die Metallveredlung Kopp AG in Wettingen AG tägliches Brot. Ihre Kernkompetenz ist die Metallveredelung, das Galvanisieren von Eisen- und Kupfermaterialien. Die Kopp AG bearbeitet Schüttgut in Trommeln und Hängeware an Gestellen. Sie bietet den Kunden abgerundete Leistungen vom Einzelteil bis zur Massenfertigung. Als Lohngalvanik, ist sie spezialisiert auf die Veredlung von Kundenprodukten. Das Sortiment umfasst Vernickeln, Verzinnen, Versilbern, Verkupfern und galvanisch Verzinken, blau, gelb oder schwarz passiviert.

 

Das Problem: Hobelkopf läuft voll
Galvanisiert wird in wässrigen, chemiehaltigen Bädern – das ist eine nasse Angelegenheit. Teile wie etwa der Hobelkopf werden an Gestelle gehängt. Sie durchlaufen eine lange Folge verschiedenster Bäder. Da wird entfettet, gebeizt, veredelt, nachbehandelt und dazwischen wird das Teil immer wieder in mehreren Stufen gespült. Am Ende steht der Trocknungsvorgang. Und genau da lag die Herausforderung: Die aggressiven Chemikalien blieben im Hobelkopf gefangen, ließen sich nicht ausspülen. Sie traten nach dem Veredeln wieder aus den Ritzen aus und beschädigten anschliessend die Beschichtung. Für Galvaniker eigentlich eine unlösbare Aufgabe. Ohne konstruktive änderungen und Anpassungen an Prozessen und Verfahren ein Ding der Unmöglichkeit.

Die Lösung: Optimierung des Produkts und der Prozesse
Entwickler und Metallveredler setzten sich an den Tisch und entwickelten neue Lösungen. Ziel: Den Hohlraum im Hobelkopf nach dem Veredeln von der Flüssigkeit zu befreien und trocknen zu können. Es erforderte Anpassungen am Produkt, in der Veredlungstechnik und in der Prozessfolge.

Das Fazit: Zusammenarbeit rechnet sich
Gemeinsame, interdisziplinäre Entwicklung ermöglicht frühzeitiges Erkennen von Problemen und unterstützt die Findung von optimalen Lösungen für anspruchsvolle Aufgaben. Der Bosch Hobelkopf wird nun, obwohl klassische Massenware, in der Schweiz produziert und veredelt. Eine Erfolgsgeschichte mit einer Win-Win Lösung für alle Parteien – ein innovatives Produkt zu geringen Kosten in Top-Qualität!

Ihr Gewinn: Hier kostengünstig produzieren
Frühzeitiges, gemeinsames Planen, ein funktionierendes Netzwerk und Mut zu ungewöhnlichen Ideen machen es möglich, dass auch im Hochpreisland Schweiz kostengünstig hergestellt und veredelt werden kann.

virtuellefabrik.ch - Plattform der Mechatronik

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Fit für komplexe Herausforderungen

Nebst enger Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten, setzt Metallveredlung Kopp AG auf Vernetzung und Kooperation im stabilen Unternehmensnetzwerk der virtuellefabrik.ch.

Die virtuellefabrik.ch ist die Plattform der Mechatronik - Alles aus einer Hand, von der Produktidee bis zur kompletten Industrialisierung.

Dank interdisziplinärer Zusammenarbeit, werden damit immer wieder neue Lösungen über Technologiegrenzen hinweg möglich. Der Erfahrungsaustausch unter Partnern hilft am Puls der Zeit zu bleiben.


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