Spital der Zukunft - Spitalzukunft

19.10.2012 | Professioneller Brückenschlag von Betrieb zu Bau - der entscheidende Erfolgsfaktor ! Leistungsfinanzierung, Infrastruktur- und Anlagenutzungskosten und die freie Spitalwahl sind neue Herausforderungen unter swissDRG und müssen neben dem Investitionsstau der vergangenen Jahre schnellstmöglich bewältigt werden.

Die Ressourcen in den Spitälern müssen entsprechend verteilt werden, um einerseits dem Patienten oder Kunden einen angenehmen Aufenthalt zu bieten und damit wettbewerbstauglich zu sein, andererseits muss mit einem vereinbarten Arbeitspreis gewirtschaftet werden, bei dem nicht klar ist, inwieweit er kostendeckend ist.

Bei der Planung und Ausführung von Umbauten oder Neubauinvestitionen waren viele Spitäler in den letzten Jahren sehr zurückhaltend. In Etappen Erneuerung planen oder neu zu bauen, sind Szenarien die genau geprüft werden müssen. Begleitend wird es Umrüstungsmaßnahmen in der Gebäude- und Kommunikationstechnologie geben. Die Medizintechnik muss den Anforderungen angepasst werden, um im Markt bestehen zu können. Und daneben müssen sämtliche Prozesse auf den Prüfstein, weil das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Ansetzen kann man mit dem strategische  Ansatz einer umfangreichen IST-Analyse, der Ausarbeitung von Varianten und Szenarien mit machbaren Lösungen und gleichzeitiger Ermittlung von echten Einsparungen, wie sie im Bereich OPS, Pflege, Zentralsterilisation und outgesourcten Dienstleistungen möglich sind, ohne die Patientenzufriedenheit zu beeinträchtigen. Lohnenswert ist der Bereich Energie, in dem meist sehr schnell Kosten reduziert und Erfolge sichtbar gemacht werden können.

Entscheidend ist der ganzheitliche Ansatz. Am Unfallort wird die Erstversorgung vorgenommen, im Spital wird der Patient komplett wiederhergestellt. Ist die Spitalimmobilie das Unfallopfer, dann müssen jetzt Experten ihre Aufgaben wahrnehmen und die Immobilie erneuern, funktionstüchtig machen und ggfs. komplett umrüsten. Sind es Prozesse, so muss der Betrieb wiederhergestellt werden. Das Interagieren aller Beteiligten ist hierbei der  Erfolgsfaktor. Dazu macht es Sinn mit einem gut eingespielten Team zu arbeiten, das das Leistungsangebot versteht, an Lifecycle-Management interessiert ist, Prozesse analysieren kann und die Umsetzung begleitet.

Beispielhaft lässt sich mit  Objektstrategietools und   Echtzeitsimulationen zeigen, welche Maßnahmen Sinn machen, welche Kosten und Einsparungen zu erwarten sind und auch, was nicht möglich ist. So wird die Spitalleitung in die Lage versetzt, fundierte Argumentationen in den Entscheidungsfindungsprozess einbringen und Kosten plausibel darstellen zu können.

Bereiche, die an Praxisbeispielen näher beleuchtet werden können, sind: Strategie, Planung und Beratungsanforderungen im Immobilienmanagement, bei der Medizinalplanung und Medizintechnik sowie in der Gebäudetechnik.


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