Sonnenschutztechnik am Hochhaus „B125“

Sonnenschutztechnik  am Hochhaus „B125“
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11.02.2015 | Aufgerichtetes Volumen macht in der Stadtplanung Sinn. Hochhäuser setzen Akzente. Sie sind Adressen mit Identität und bilden im Stadtnetz nützliche Orientierungspunkte. Baarerstrasse 125 in Zug ist ein elegantes Hochhaus das sich sehen lassen kann.

B125 will hoch hinaus
Nur gerade 2 Häuser sind noch höher in Zug. Das elegante Hochhaus bietet optimale Arbeitsräume und Stadtwohnungen von höchster Qualität. Mitten im Geschehen, sofort erkenn- und gut erreichbar. Das ganze Gebäude ist behindertengerecht und nach Minergiestandard konzipiert. Im Erdgeschoss gibt es eine Bar mit Garten. Hier kann sich treffen, wer hier wohnt oder arbeitet, alle anderen natürlich auch. Genau so wie im Laden daneben, wo Lifestyle und Wohnen immer wieder neu inszeniert werden.


Aussenliegende Senkrechtmarkisen
Insgesamt wurde bei den aussenliegenden Stoff-Senkrechtmarkisen gut 500 Stück elero-Antriebe des Typs „SunTop M20“ eingebaut. Meimo AG, die Schweizer Generalvertretung von elero (made in Germany), hat nach Einbau aller Antriebe und elektronischer elero-Steuerteile, die Inbetriebnahme der gesamten Steuerung übernommen. Auf dem Dach wurde ein Mast installiert mit 2 Windsensoren „Aero“, 2 Lichtsensoren „Lumero“, 1 Regensensor „Aquero“ sowie 2 Froststeuerungen von eberle. Die verschiedenen Sensoren erfassen zentral die Werte für Sonne, Wind, Regen und Temperatur. Zusätzliche 8 Lichtsensoren „Lumero“ wurden einmal nach dem 4. Stockwerk und nochmals nach dem 10. Stockwerk an den verschiedenen Fassadenseiten angebracht für die optimale Messung des Lichtwertes in den entsprechenden Etagen.


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In der Wohnungsverteilung: AeroTec REG und REG 2M

Zentrale Steuerung
Die Messungen der vielen verschiedenen Sensoren werden in 3 elero-Zentralsteuerungen „Objecta“ gesammelt und verarbeitet und geben die Witterungs-Informationen zum öffnen und Schliessen der Senkrechtmarkisen an die Steuergeräte in den Wohnungen weiter. Jede Wohnungsverteilung ist mit den Geräten „AeroTec REG“ und „REG 2M“ bestückt. Diese steuern die Antriebe nach manuellen oder automatischen Befehlen. Dabei ist der Windbefehl allen anderen Befehlen übergeordnet. Also auch wenn die Sonne scheint – sobald der Windsensor zu starken Wind meldet werden die Markisen sofort nach oben gefahren um Schäden am Stoff zu verhindern. Die Markisen werden zwar in Chromstahl-Stangen geführt, doch zu viel Windlast könnte trotzdem erheblichen Schaden anrichten.


Steuerungen auch in jeder Wohnung bzw. Büro
In jeder Wohnung bzw. Büro können die Sonnen- und Wind-Schwellwerte angepasst werden. Dies erhöht den Komfort für die Bewohner beträchtlich. Vor allem bei der Festlegung der Sonnenschwellwerte wird die Individualität sehr geschätzt. Die Einen geniessen lieber die Sonne und wollen gar keine Beschattung, die Anderen möchten bereits bei leichter Sonneneinstrahlung eine geschlossene Markise. Der Windschwellwert lässt sich allerdings nur empfindlicher einstellen, er kann nicht von den Bewohnern selbst über einen bestimmten Grenzwert erhöht werden. Natürlich wiederum aus Gründen der Schadenvermeidung an den Markisen. Auch ein Taster zur schnellen manuellen Bedienung ist selbstverständlich vorhanden.

 

Verdeckte Technik
Viel Technik befindet sich oben auf dem Dach: der  Sensormast zur Erfassung der Werte wie Sonne, Wind, Regen und Temperatur, der Liftschacht sowie der Fassadenlift. Um die ganze Technik unsichtbar zu machen, wurde nach dem obersten Stockwerk nochmals eine Wand hochgezogen. Lediglich aus der Vogelperspektive oder wenn man sich auf annähernd gleicher Höhe befindet, ist das Ganze überhaupt sichtbar.


Sicherheitstechnik im Brandfall
Sollte tatsächlich einmal der Brandfall eintreten ist auch hier für höchste Sicherheit gesorgt. Sobald ein Brandmeldebefehl in der Zentralsteuerung vorliegt werden alle Markisen hochgefahren. Allerdings geschieht dies nicht mit  einem gleichzeitigen  Auf-Befehl an alle Antriebe. Der Befehl erfolgt kaskadiert, d.h. die Storen sind in 12 Sektoren eingeteilt mit einem verzögerten Abstand von je 3 Sekunden. So wird sichergestellt, dass zwar alles in kurzer Zeit hochgefahren wird jedoch ohne die Stromzufuhr zu überlasten und das ganze System zum Erliegen zu bringen.

 


Vermietung und Bewirtschaftung:  Redinvest Immobilien AG, Zug (im 1. OG des Gebäudes)
Bauleitung:  Widmer Partner Baurealisation AG, Zug
Architektur:  Philipp Brühwiler, Zug (im 13.OG des Gebäudes), Konrad Hürlimann, Zug
Sonnenschutztechnik:  Meimo AG, Geroldswil
Senkrechtmarkisen:  Ammann Storen AG, St. Gallen


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