Flüssiges Werkzeug: zuverlässig und vielseitig

Flüssiges Werkzeug: zuverlässig und vielseitig
07.11.2014 | Eine möglichst sichere Produktionsplanung und die Zuverlässigkeit von Prozessen sind Eckpfeiler jeder spanenden Fertigung – beim Fräsen, Drehen und Schleifen. Weil genau diese Bereiche immer wieder Probleme bereiteten, wandten sich die Verantwortlichen der Ingold Tools AG an den Kühlschmierstoffhersteller Blaser Swisslube. Das ehrgeizige Ziel der Zusammenarbeit konnte erreicht werden.

Die Ingold Tools AG wurde 1946 von Otto Ingold gegründet und produzierte anfänglich Stanzwerkzeuge, Lehren, Vorrichtungen, Einspritzdüsen sowie spezielle Lager- und Maschinenbauteile. Auf dem neuesten Stand der Fabrikationstechnik zu sein, war von Beginn an eine ganz zentrale überzeugung des Unternehmensgründers. Heute liegen die Hauptgebiete der Fertigung in den Bereichen des Spindel-, Kompressoren-, Hydraulik- und dem allgemeinen Maschinenbau sowie in der Druckerindustrie. Produziert werden Präzisionsteile in Klein- und Grossserien für Firmen im In- und Ausland. Die Ingold Tools AG produziert auf insgesamt 20 CNC Dreh- und Fräsmaschinen sowie auf Rund- und Flachschleifmaschinen.

Die Ingold Tools AG ist ein klassischer Mischfertiger. „Als solcher Mischfertiger sah sich das Unternehmen auch mit den üblichen Problemen konfrontiert“, blickt Dominik Affolter, Leiter Verkauf Schweiz bei Blaser Swisslube, zurück. „Da verschiedenste Werkstoffe wie Stahl, Aluminium und Chromstahl verarbeitet werden, muss auch der Kühlschmierstoff entsprechend vielseitig sein. Ist er das nicht, kommen zwangsläufig Probleme, die den gesamten Produktionsprozess hemmen können.“


Das bis vor kurzem eingesetzte Kühlschmierstoff-Produkt wies keine zuverlässige Einsatzzeit auf. „Ganz unregelmässig, meist aber bereits nach wenigen Monaten wurde der Kühlschmierstoff chemisch instabil und roch sehr unangenehm“, berichtet Christoph Jenzer, Geschäftsführer von Ingold Tools. „Es war unmöglich, Stillstandzeiten zu planen und auf diese Weise die Fertigung langfristig zu optimieren. In unregelmässigen Abständen musste unser Team die Anlagen entleeren und reinigen sowie die Emulsion teuer entsorgen. Eine sehr zeitintensive Sache, die uns in unserer Produktivität zurückgeworfen hat.“

Als sowohl die Produktionsverantwortlichen als auch der Entsorgungspartner mit diesem anhaltenden Problem konfrontiert waren, kam es zur Kontaktaufnahme mit Blaser Swisslube. Die Blaser-Anwendungstechniker besichtigten den Betrieb und analysierten alle Details: Welche Materialien und welche Prozesstechnologien werden eingesetzt? Wie gross sind die Tanks? Wird eine Zentralanlage oder eine Einzellösung verwendet? Wie sieht der Materialmix aus? „Wir haben wirklich jeden Stein umgedreht und den gesamten Produktionsprozess gemeinsam mit Ingold Tools von Grund auf durchleuchtet“, sagt Hans-Peter Dubach, Blaser Anwendungstechniker.

Nach einer eingehenden Analyse war klar, welche spezifischen Anforderungen an einen Kühlschmierstoff in diesem Umfeld zu stellen sind: eine möglichst hohe Funktionalität mit verschiedensten Materialien, chemische Stabilität und eine sehr gute Leistung. Schon im ersten Anlauf trafen die Blaser-Spezialisten mit ihrer Empfehlung ins Schwarze: Das wassermischbare Produkt Blasocut BC 935 Kombi überzeugt durch eine ausgezeichnete Langzeitstabilität und sehr gute Verträglichkeit. Dieser Kühlschmierstoff ist speziell für den universellen Einsatz konzipiert und funktioniert auch bei Schleifoperationen bestens.

Die Anlagen von Ingold Tools wurden gründlich gereinigt. Mit Hilfe eines Tanklastwagens wurde ein Tank nach dem anderen abgesaugt, mit Emulsion gespült, ein zweites Mal abgesaugt und schliesslich mit Druckstrahlung und von Hand ein letztes Mal gereinigt.
„Nach zwei bis drei Wochen hat sich bereits gezeigt, dass das Produkt hervorragend funktioniert. Die Maschinen waren nach der Umstellung deutlich sauberer“, erzählt Christoph Jenzer. „Schon nach drei Monaten haben wir damit begonnen, auch die anderen Anlagen neu zu befüllen und so unsere ganze Produktion auf Blasocut BC 935 Kombi umzustellen.“

Die Resultate dieser Massnahmen stellten sich als hervorragend heraus: Es wurde eine ausgezeichnete Emulsionsstandzeit von 18 Monaten erreicht. Neben einem Produktivitätsschub führte dieser Umstand auch dazu, dass die direkten Kühlschmierstoffkosten inklusive Entsorgung und Reinigung um satte 35% gesenkt werden konnten. „Für uns ist zudem sehr wichtig, dass wir jetzt Stillstandzeiten planen können. Auf diese Weise ist es uns möglich, die Produktion viel effizienter zu gestalten. Durch die Neuerungen haben wir eine längere Produktionszeit – wir haben unsere Fertigung optimiert“, ist Jenzer zufrieden.

Beide Unternehmen wollen auch weiterhin zusammenarbeiten, um die Fertigungsprozesse zu überwachen und weiter zu verbessern.


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