Die Intralogistik von übermorgen

Die Intralogistik von übermorgen
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03.10.2016 | Waren, die sich selbst bewegen. Fahrzeuge, die während ihrer Arbeit mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen. Das komplett vernetzte Warenlager als Schwarmlogistik. Science Fiction? Ja, aber mit der Betonung auf „Science“ – Wissenschaft. Linde Material Handling wirft auf Basis der eigenen Fähigkeiten, Produkte und konkreter Pläne einen Blick in die Zukunft: Wie könnte Intralogistik im Jahr 2030 aussehen? Welche Trends lassen sich bereits erkennen, welche Voraussagen treffen? Die Antworten wurden in Form einer 3-D-Hologramm-Präsentation auf der „World of Material Handling“ (WoMH) geliefert.

Zukunftstrends: Vernetzung, Automatisierung, Individualisierung, Energiesysteme
Was aber bedeutet es für die Intralogistik, wenn alle Abläufe Teil eines intelligenten Netzwerks werden? Die Antwort auf diese Frage ist gleichzeitig auch die Antwort darauf, welche Produkte und Dienstleistungen im Lagerhaus der Zukunft gefragt sein werden. Linde bereitet sich schon jetzt darauf vor und präsentierte auf der Kundenveranstaltung konkrete Ideen und vorausschauende Pläne. „Waren werden mit ihren Trägern kommunizieren und so den gesamten Warenfluss mitsteuern“, ist Sammartano überzeugt. Auch Fahrzeuge werden zunehmend autonom agieren, selbst Wartung und Service sind dabei mit einkalkuliert – es gibt keine Ausfälle mehr. Gleichzeitig passen sich die Fahrzeuge variabel und individuell sowohl dem Fahrer als auch der konkreten Aufgabe an. „Automatisierung“ und „Individualisierung“ sind weitere Zukunftstrends, auf die Linde bereits reagiert hat und an weiteren Modellen und Ideen für die bevorstehenden Jahrzehnte forscht: Schon heute kann Linde eine Vielzahl an Fahrzeugen auf verschiedene Weise automatisieren.


Auch Energie wird zum Fokusthema der Zukunft werden. „Der Verbraucher wird zum Erzeuger“, prognostiziert Sammartano, „es gibt unzählige Möglichkeiten, in Prozessen Energie zu erzeugen, wo sie teilweise ganz natürlich entsteht.“ Zentral wird dabei auch die Frage, von welchen Energiequellen überhaupt die Rede ist. Auch dafür entwickelt Linde bereits heute Antworten, indem man den Blick auf die Antriebstechnologien Lithium-Ionen-Batterie und Brennstoffzelle gerichtet hat.


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„World of Material Handling“: Zukunft virtuell erleben
Alle diese Visionen sahen, hörten und erlebten die Messebesucher der WoMH zum Abschluss ihres Rundgangs in einer Präsentation. „Das räumliche Empfinden über das 3-D-Hologramm macht die Sache sehr real und eindrücklich“, sagt Sammartano: „Man taucht ein in die Welt von morgen und steht mittendrin.“ Die Präsentation sollte dabei gleichzeitig auch die Möglichkeit sein, mit den Kunden in den Dialog zu gehen, wie sie sich die Zukunft bezogen auf ihre speziellen Anforderungen vorstellen und welche konkreten Anforderungen sie hegen. Bewusst geht es dabei nicht nur einfach um die Zukunft des Staplers, sondern die Zukunft der Intralogistik. „Wir planen nicht nur Veränderungen im Detail, wir planen für eine neue Zeit“, sagt Sammartano.


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Intralogistik der Zukunft: Die WoMH zeigte eine Fülle von Ideen und Lösungen
Unter dem Motto „Linked Perspectives“ gab die World of Material Handling Antworten auf die großen Zukunftsthemen der Intralogistik: Automatisierung, Vernetzung, Individualisierung und Energiesysteme. Auf 12.000 Quadratmetern fanden sich Ausstellungsflächen, Experten-Foren, Produktvorführungen und Experience-Zonen. Inhalte konnten in Gruppenführungen erläutert oder individuell entdeckt werden. „Nach der umfassenden Leistungsshow vor zwei Jahren konzentrieren wir uns dieses Jahr auf die vier großen Kompetenzfelder, die für unsere Kunden in naher Zukunft von entscheidender Bedeutung sein werden“, sagt Manfred Höhn, Head of Marketing Communication and Branding.

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Rubriken: Intralogistik

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