Crossmedia – neues Zeitalter in der Kommunikation

Crossmedia – neues Zeitalter in der Kommunikation
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Crossmedia
16.05.2011 | Der Medienkonsum verändert sich dramatisch: Die Nutzung klassischer Massenmedien ist sowohl quantitativ als auch qualitativ rückläufig. Interaktive, digitale Medien legen hingegen in Bezug auf Reichweite und Intensität bei allen Zielgruppen kontinuierlich zu. Crossmediale Anwendungen wie beispielsweise Web-Videos boomen und läuten ein neues Zeitalter in der Kommunikation ein.

Crossmedia bezeichnet im Allgemeinen die Kommunikation über mehrere inhaltlich, gestalterisch und redaktionell verknüpfte Kanäle, welche den Endnutzer zielgerichtet durch die verschiedensten Medien führt und auf einen Rückkanal verweist. Medien, die Crossmedia-Massnahmen unterstützen, sind unter anderem das Internet mit Web-TV oder animierten Seiten, Mobiltelefone, im Digitaldruck produzierte Dokumente mit variablen Daten, klassische Medien wie Inserate und Plakate oder auch Grossformatposter.
 
 
Dokumentenmanagement als Teil umfassender Crossmedia-Lösungen
 
Technische Basis eines erfolgreichen Crossmedia-Publishings ist  eine erweiterte Datenbanklösung, die Inhalte für die unterschiedlichsten Medien ausgeben kann. Eine technisch hoch entwickelte und effiziente Dokumentenmanagement-Lösung (DMS) kann Informationen in zahlreichen Datenformaten – z.B. Word, Excel, Powerpoint, E-Mails, Grafik-, Video- oder Tondatei – sammeln, konvertieren und ausgeben. Ein DMS kann somit wichtige Funktionen eines Crossmedia-Publishing-Systems bereitstellen. Dank des gezielten Einsatzes von Dokumentenmanagement-Systemen können Firmen heute ihre „Botschaften“ bestmöglich an die Anforderungen der Endkunden anpassen und erzielen damit auf dem hart umkämpften Markt entscheidende Wettbewerbsvorteile.

 

 

Variable Daten steigern Marktchancen
 
Personalisierte Direct Mailings führen durchschnittlich bei einem Prozent der Empfänger zu einer Reaktion - beispielsweise einem Kaufentscheid oder einer Kontaktaufnahme. Damit ist die Antwortquote rund doppelt so hoch wie bei einem nicht personalisierten, in schwarz-weiss gehaltenen Mailing. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass die Kombination aus Personalisierung und Verwendung von vollfarbigen Elementen die Responserate um mehr als 130% ansteigen lässt. Fliessen dann zusätzlich noch Datenbankinformationen in das Mailing ein, erfolgt eine Steigerung sogar um bis zu 500%. Dies liegt daran, weil sich Kunden mit individualisierter Kommunikation nachweislich bis zu achtmal länger beschäftigen als mit einem unpersonalisierten Dokument. Direct Mailings können Teil einer umfassenden Crossmedia-Kampagne sein, wenn sie einen Link auf eine personalisierte Landing-Page im Internet beinhalten. Auf der besagten Webseite können dem Adressaten Produkte und Dienstleistungen angeboten werden, die optimal auf ihn zugeschnitten sind. Darüber hinaus empfiehlt es sich, auf der Webseite wichtige Botschaften in Form eingebetteter Web-Videos zu übermitteln, da diese Kommunikationsform eine besonders hohe Aufmerksamkeit bei den Usern erzielt. Dieses Beispiel zeigt, wie die crossmediale Kommunikation den Graben zwischen Offline- und Online-Kommunikation mit Leichtigkeit überwindet und sich dabei die Vorteile beider Kommunikationswelten geschickt zu Nutze macht.

 

 

 

Der Erfolg des Mediums „Web-TV“ lässt sich anschaulich an einem Projekt zeigen, welches ein grosser Versicherungsdienstleister in der Schweiz durchgeführt hat. Im Rahmen eines crossmedialen Konzeptes wurde zunächst ein mit dem jeweiligen Empfängernamen versehenes, personalisiertes Direct Mailing versendet, welches wiederum einen Link auf eine Landing Page im Internet beinhaltete. Im Internet  wurden die Besucher der besagten Webseite dann direkt per Videobotschaft vom CEO und der Marketingleiterin des Versicherungsunternehmens begrüsst. Nach Ausführungen über Produkte und Dienstleistungen konnten interessierte Personen mit wenigen Mausklicken weiteres Informationsmaterial anfordern. Der Erfolg dieser Kampagne lässt sich zeigen: Währenddem bei einem klassischen Direct Mailing Responseraten zwischen 1% und 2% die Regel sind, konnte bei der eben beschriebenen Kampagne unter Einbezug des Mediums Web-TV eine Antwortquote von 7% erzielt werden – was einer Steigerung von nahezu 700% entspricht.

 

 

 

IT und Facility Management gehören mit ins Boot
 
Wer nun davon ausgeht, dass Organisationen heute schon längst personalisiert kommunizieren, begeht einen Irrtum. Veraltete Systeme und Prozesse bei vielen Unternehmen haben bislang eine Modernisierung der Kundenkommunikation verhindert. Die drei grössten Herausforderungen, vor welchen Firmen derzeit stehen, sind eine mangelhafte Integration der Kommunikationskanäle, schlechte Verfügbarkeit von Kundendaten sowie geringe Flexibilität. Doch will man Kunden langfristig an sich binden, so müssen mit Unterstützung erfahrener Dienstleister moderne Marketingmodelle genutzt werden. Schon bei der Beschaffung der für eine crossmediale Kampagne benötigten Systeme wird klar, dass Marketingabteilungen auf die Unterstützung weiterer Stellen im Unternehmen angewiesen sind. Oftmals kommt es zu Konvergenzen, wenn die Zuständigkeiten nicht schon frühzeitig geregelt werden. Crossmediale Lösungen erfordern daher eine vorausschauende Planung und ein intelligentes Betriebsmodell. Nur so kann gewährleistet werden, dass sich crossmediale Anwendungen wie Variabler Datendruck, Web-TV oder personalisierte Landing Pages im Internet auch bei künftigen Kampagnen schnell und kostengünstig duplizieren lassen. Ein qualifizierter Partner, der den Print-Room sowie Inhouse- und POS-Videoscreens unterhält, gehört dabei während der Implementierungsphase unbedingt mit ins Boot – ansonsten bleibt jede erfolgreiche crossmediale Kampagne ein Wunschtraum der Marketingverantwortlichen.

 

 

Vorsprung dank Outsourcing

Outsourcing kann eine weitere Möglichkeit für Unternehmen sein, um crossmediale Marketingmodelle wie Variablen Datendruck oder Transpromo-Anwendungen schnell und professionell im Unternehmen zu integrieren. Während Firmen immer schon Expertenwissen eingekauft haben, geht Outsourcing über das blosse Einholen zusätzlicher Hilfe hinaus. Beim Outsourcing geht es vor allem um Steuerung. Unternehmen können die Steuerung teilweise oder vollständig an Experten abgeben, sich damit wesentlicher Verantwortlichkeiten entledigen und daraus grossen Nutzen ziehen. Durch den Einsatz der Experten eines spezialisierten Unternehmens können die Ausgaben beträchtlich gesenkt und ein Zugang zu den innovativsten Technologien und Dienstleistungen im Markt geschaffen werde.

 


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