Bestückungsautomat und
Halbautomat parallel einsetzen

Bestückungsautomat und Halbautomat parallel einsetzen
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Bestückungsautomat und Halbautomat parallel einsetzen.
19.04.2011 | Die Kombination von SMD-Bestückungsauotmaten für die Serienproduktion mit einem halbautomatischen Bestückungsgerät für die Prototypen hat sich in der Praxis sehr bewährt. Eine universelle Datenschnittstelle von Essemtec sorgt dafür, dass der Übergang vom Prototypenstadium in die Serie problemlos gelingen kann.

Viele Elektronikhersteller setzen Bestückungsautomaten ein für Produktion von Serien und ein anderes System für die Fertigung von Prototypen. Auf diese Weise kann die Produktentwicklung Kleinstserien flexibel und schnell herstellen und stört nicht die eingespielten Abläufe in der Produktion. Wichtig ist, dass beim Übergang vom Prototypenstadium in die Serienproduktion auch die letzten kurzfristigen Änderungen an den Bestückungsdaten  berücksichtigt werden, sonst bestehen für die gleiche Leiterplatte plötzlich verschiedene Versionen des Bestückungsplans. Das gleiche Problem besteht genau so in umgekehrter Richtung.

Auch in der Serie gibt es laufend Änderungen. Zum Beispiel werden Bauteile kurzfristig geändert, weil das vorgesehene im Markt nicht verfügbar ist, oder andere werden ausgewechselt um das Produkt zu verbessern. Soll nun eine Leiterplatte auf einem anderen Bestückungsautomaten produziert werden oder soll eine neue Version  als Prototyp hergestellt werden, müssen die letzten Änderungen ebenfalls bekannt sein. Wegen der proprietären und maschinenspezifischen Daten kann dies ein grosses Problem sein. Mit einem halbautomatischen Bestückungsssytem Expert-SA kann solchen Schwierigkeiten aus dem Weg gegangen werden.
 

Halbautomat vermeidet Bestückungsfehler

Ein halbautomatisches Bestückungsgerät ist für die Herstellung von Kleinstserien ideal. Es verhindert Bestückungsfehler mittels Software und Positionskontrolle und überlässt den komplexen Bestückungsvorgang dem flexiblen Menschen. Das Bestückungsgerät Expert-SA kontrolliert die Position des Bestückungskopfes mittels linearer Messsysteme. Es führt den Bediener optisch und akustisch zum Feeder und zur Bestückungsposition. Nur die Zentrierung des Bauteiles und das Absetzen auf die Leiterplatte obliegt dem Bediener. So lassen sich auch komplexe Leiterplatten schnell und fehlerfrei herstellen. Ein Expert-SA kann zusätzlich auch Lotpaste oder Klebstoff dosieren und kann mit einem Heissluft-Lötgerät für Reparaturaufgaben ausgerüstet werden.

Die Bestückungsdaten kann das Expert-SA von überall einlesen und es kann sogar Leiterplatten digitalisieren, wenn noch keine Daten vorhanden sind. CAD-Daten können eingelesen oder Daten von Bestückungsautomaten können konvertiert werden. Genauso können die Daten auch wieder exportiert werden, falls Änderungen am Bestückungsplan gemacht worden sind.
 

Universelle Schnittstelle

Essemtec hat eine universelle Datenschnittstelle entwickelt, die den Datenaustausch mit fast allen CAD-Systemen und Bestückungsautomaten ermöglicht. Die einzige Anforderung ist, dass die Bestückungsdaten als ASCII-Textdatei zur Verfügung stehen. Der Eingangsfilter der Schnittstelle kann flexibel an die Datenstruktur angepasst werden. Die Reihenfolge der Datensätze oder deren Einheit spielt keine Rolle.

Das Expert-SA kann die Bestückungsdaten in einem offenen Textformat exportieren. Andere Systeme, zum Beispiel Bestückungsautomaten, können damit problemlos darauf zugreifen. Damit können die Änderungen, die in der Prototypenphase erfolgt sind, direkt in die Produktion eingespiesen werden.  Damit ist sicher gestellt, dass nur eine Version des Bestückungsprogrammes im Umlauf ist und ein Versions-Wirrwarr wird verhindert.

 
Erfolgreiche Kombination

Mit einem halbautomatischen Bestückungsgerät dieser Art lassen sich alle Bauteilgrössen und -Arten schnell und unkompliziert verarbeiten, von Chips bis zu QFP und BGA. Das Bestückungsgerät kann, genau wie ein Automat,  Bauteile aus Rollen, Stangen oder Paletten aufpicken. Zusätzlich kann auch mit Bandabschnitten oder mit Schüttgut gearbeitet werden.

Durch die universelle Datenschnittstelle ist es möglich, Bestückungsdaten mit fast allen Bestückungsautomaten auszutauschen. Damit kann ein Versions-Wirrwarr beim Übergang vom Prototypen-Stadium in die Serie vermieden werden. Viele Elektronikhersteller setzen das halbautomatische Expert-SA aufgrund seiner Flexibilität für den Prototypenbau ein, parallel zu den vollautomatischen Bestückungslinien. In der Praxis hat sich dies als erfolgreiche Strategie erwiesen.

Autor: Adrian Schärli, Azular GmbH, für Essemtec AG

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