Neues Tool entwirrt Polymerfasern

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Werkzeug "Nanocage" kann Stränge in
Molekülgröße entwirren - diese werden dadurch erst funktional

Neues Tool entwirrt Polymerfasern
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"Nanocage": Entwirrt Polymerfasern (Foto: youtube.com, University of Vermont)
Archiv | 08.08.2020 | Wissenschaftler an der University of Vermont (UVM) haben mit dem sogenannten "Nanocage" ein Tool entwickelt, das Polymerfasern in Molekülgröße entwirren kann. Laut Forschungsleiter Severin Schneebeli wird es durch diese Innovation möglich, "noch nie dagewesene maßgeschneiderte Materialen herzustellen".

Selektiv Stänge auswählen

Nanocage besteht aus speziellen Wasserstoffbrückenbindungen, die den Forschern zufolge die Form von anderen Molekülen lenken können. Das Tool hat die Form eines Tetraeders und ist mehrere Tausend Mal kleiner als ein Stecknadelkopf. Nanocage kann selektiv kürzere Stränge von Polymerfasern auswählen und längere Stränge ignorieren.

 

Das Tool kann verknotete Polymerfasern entwirren, ähnlich wie einen Faden. "Danach können wir einfach die Polymere aktivieren, die wir haben wollen, während wir die anderen in Ruhe lassen", sagt Schneebeli. Erst durch die Entknotung würden Polymere erst wirklich funktional werden. Die Fasern können dabei von unterschiedlichen Materialen wie Plastik oder Proteinen stammen.

 

Potenzial von Polymeren entschlüsseln

Den Forschern zufolge handelt es sich hierbei um eine wichtige Entwicklung. Die Wissenschaft kann zwar schon länger neue Polymere herstellen, jedoch entschlüsselt Nanocage das Potenzial von bestehenden Fasern. Funktionale Polymere sind in verschiedenen Bereichen anwendbar, darunter Solarzellen, Präzisionsmedizin oder neuer Technologie. (pte)


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