Neue CNC-Funktionen

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Trochoidaler Fräszyklus (G725) und Gravurzyklus (G730)

Neue CNC-Funktionen
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FXSO000700 Trochoidaler Fräszyklus (G725).
Archiv | 28.02.2020 | Im Rahmen der letzten Software-Version hat NUM eine Reihe verschiedener Flexium+ NCK-Zyklen eingeführt. Sie stehen im Zusammenhang mit einer effektiveren und schnelleren Teilebearbeitung bei Fräsanwendungen und beinhalten eine wesentliche Erweiterung für industrielle Gravuranwendungen mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

FXSO000700 Trochoidaler Fräszyklus (G725)

Eine trochoidale Bewegung ist die Kurve, die einen Punkt auf dem Umfang eines Kreises beschreibt, wenn sich der Kreis entlang einer geraden Linie bewegt. Trochoidales Fräsen ist somit eine spezifische Strategie für das Fräsen, die von neueren CAM-Programmiersystemen in Form von Steuerungszyklen verwendet wird, um einen konsistenten Werkzeugeinsatz, einen höheren Materialabtrag sowie eine konstante mittlere Spandicke zu erreichen. Dadurch werden optimale und effektive

Bearbeitungsprozesse gewährleistet.

 

Die wichtigsten Kundenvorteile sind:

  • Verringerte Schnittkräfte
  • Reduzierte Wärementwicklung
  • Höhere Bearbeitungsgenauigkeit
  • Verbesserte Werkzeugstandzeit
  • Schnellere Zykluszeiten
  • Ein Werkzeug für mehrere Nutengrössen

Der Trochoidale Fräszyklus kann mit G725 in der NUM-ISO-Programmierung mit verschiedenen Zyklusparametern, einschliesslich der Vorschubdefinition, eingesetzt werden.

 

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FXSO000701 Gravurzyklus (G730).
FXSO000701 Gravurzyklus (G730)

Der Zyklus G730 dient zum Gravieren von Zeichen aus einer Textfolge durch Interpolation der Achsen in der Maschine. Die verfügbaren Symbole sind die Gross- und Kleinbuchstaben (A-Z und a-z), Zahlen von 0-9 und einige Sonderzeichen. Es ist möglich, Text in einer geraden Linie, mit einer Neigung oder entlang des Umfangs eines Kreises mit einem bestimmten Radius R zu schreiben. Jeder Buchstabe kann auch um einen zusätzlichen Winkel (geneigtes Zeichen) gedreht werden. Dieser Gravurzyklus ermöglicht es dem Endbenutzer, einen Text (wie z.B. eine ID, Seriennummern, Stückkodierung oder Datum und Uhrzeit) auf das Werkstück zu schreiben, ohne ein CAD/CAM-System oder ein anderes Software-Tool zu verwenden.

 

Der bemerkenswerteste Aspekt dieser neuen Funktionen ist, dass sie beide die Form von benutzerdefinierten G-Zyklus-Befehlen haben. Dies bietet nicht nur mehr Flexibilität, sondern zeigt auch die Leistungsfähigkeit der G-Funktionen für diese Art von Anwendungen. Natürlich verfügt die Flexium+ CNC über die notwendige Rechenleistung für eine integrierte Funktion, aber eine benutzerdefinierte G-Funktion ist genauso effizient wie eine integrierte und bietet darüber hinaus mehr Anpassungsmöglichkeiten. Weitere Informationen zu G725 und G730 oder anderen benutzerdefinierten G-Funktionen finden Sie in der Flexium+-Dokumentation oder erhalten Sie von Ihrem NUM-Ansprechpartner, der Ihnen gerne Anregungen und Lösungshilfen gibt.


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