MIT-Roboter findet vermisste Gegenstände

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Maschine bedient sich nützlicher RFID-Tags auf
Objekten und einer Bildauswertung als Hilfsmittel

MIT-Roboter findet vermisste Gegenstände
Roboter sucht nach Objekt auf einem chaotischen Schreibtisch (Foto: mit.edu)
Archiv | 09.10.2021 | Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben mit "RFusion" ein System zum Finden von Dingen entwickelt. Die Objekte werden hierzu mit einem RFID-Tag versehen. Dieser enthält die Bezeichnung des Gegenstandes, auf dem er klebt, eine Spule, die Strom erzeugt, wenn sie in ein elektromagnetisches Feld gerät, einen Sender und die zugehörige Antenne. Ein eigens entwickelter Roboterarm findet die Dinge dann.

Sehr starke RFID-Signale

Der Roboterarm ist mit einem Sender, der das elektromagnetische Feld im RFID erzeugt, einem Funkempfänger für das RFID-Signal und einer Kamera ausgestattet, mit der kontrolliert wird, ob der richtige Gegenstand gefunden worden ist. Das RFID-Signal durchdringt selbst einen Stapel von Kleidungsstücken oder Papier. Die Lokalisierung gelingt, weil RFID nur bei relativ geringem Abstand zum Sucher funktioniert. Der Roboterarm scannt also auf der Suche nach dem Objekt die vorhandenen Flächen ab.

 

Mithilfe von maschinellem Lernen konzentriert sich das System automatisch auf den genauen Standort des Objekts, räumt das weg, was auf ihm liegt, ergreift es und überprüft mittels des Kamerabildes und einer Bildauswertung-Software, ob es das Richtige aufgenommen hat. Kamera, Antenne, Roboterarm und die auf Künstlicher Intelligenz basierende Software sind vollständig integriert, sodass RFusion in jeder Umgebung arbeiten kann, ohne dass eine spezielle Einrichtung erforderlich ist, unterstreichen die MIT-Entwickler.

 

Industrieller Einsatz als Ziel

Das Auffinden verlorener Schlüssel ist zwar hilfreich, doch das System ist eigentlich für andere Aufgaben geschaffen worden. In Lagern könnte es genutzt werden, um Waren, die bestellt worden sind, zu suchen und in einen Karton zwecks Versand zu legen. In einer Autofabrik ließe es sich einsetzen, um am Band benötigte Bauteile zu identifizieren und an einen autonomen Transporter zu übergeben, beschreibt MIT-Informatiker Fadel Adib potenzielle Anwendungen. (pte)


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