Zusammenarbeit mit Weitsicht

Zusammenarbeit mit Weitsicht
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Das Handling, von Festo vormontiert geliefert, legt die Rohlinge zum Blocken einzeln in die Aufnahme.
19.02.2010 | Ein Team, das will – und das kann. Die zwölf Mitarbeitenden der OptoTech AG haben geschafft, woran viele Firmen scheitern: nach der Gründung schnell am Markt präsent zu sein. Um dies zu erreichen, haben sie sich für die Entwicklung ihrer Optikmaschinen Unterstützung von Festo geholt.

Die OptoTech AG mit Sitz in Etziken ist ein Tochterunternehmen der OptoTech GmbH in Deutschland und wurde 2007 aus einem Management Buyout gegründet. Dabei ergänzt sie das Portfolio des Stammhauses optimal: Während dieses Fräs-, Schleif- und Poliermaschinen zur Brillenglasbearbeitung und für die Feinoptik baut, hat sich die OptoTech AG auf die vorgelagerte Stufe spezialisiert: das Tapen und Blocken. Auch eine kleine manuelle Poliermaschine ergänzt das Portfolio.

Bevor der Brillenglasrohling für den Kunden individuell geschliffen und poliert werden kann, ist eine entsprechende Vorbereitung nötig. Im ersten Schritt, dem Tapen, wird die fertige Frontfläche des Brillenglasrohlings durch das Aufbringen einer Folie geschützt. Beim anschliessenden Blocken wird ein Haltestück auf dem Rohling angebracht, damit er zur Weiterbearbeitung in den Fräs- und Poliermaschinen eingespannt werden kann. Dazu wird der Rohling ausgerichtet, um 45° gekippt und schliesslich eine flüssige Metalllegierung eingegossen, die schnell aushärtet. Die Legierung bietet eine hohe Steifigkeit, denn die zu bearbeitenden Gläser müssen hart unterlegt werden, damit sie ideal bearbeitet werden können und nicht brechen oder sich verbiegen. Mittel- bis langfristig wäre jedoch eine Substitution wünschenswert, da die Verwendung des Metalls aufgrund der steigenden Schwermetallpreise und der Umweltverträglichkeit zunehmend problematisch ist. Dieser Aufgabe will sich OptoTech nächstes Jahr annehmen.

Einfache und präzise Lösungen
Die grösste Herausforderung ist die enorme Vielfalt der Materialien der Brillenglasrohlinge sowie die verschiedenen Formen: Da sämtliche Brillengläser auf den Kunden abgestimmt sind, ist die Losgrösse 1 die Regel. Claude Volken, Leiter Technik bei OptoTech, will diese Aufgabe „möglichst einfach und präzise“ lösen. Und darin sehen sie auch ihr Differenzierungsmerkmal: Qualitativ hochstehende Produkte ohne Schnickschnack. Und dies erwarten sie auch von den Komponenten, welche sie in ihren Anlagen einbauen. Die hohen Qualitätsanforderungen kann Festo als Lieferant mit einem breiten Sortiment an pneumatischen und elektrischen Komponenten erfüllen. So bezieht OptoTech einen Grossteil der benötigten Produkte bei Festo. Dies hat für Volken den Vorteil, dass er für sämtliche Belange den gleichen Ansprechpartner hat und so Zeit und Kosten sparen kann.

Schnelles Engineering
Die Zusammenarbeit mit Festo beschränkt sich jedoch nicht auf das Bestellen und Liefern von Komponenten: Auch für die Umsetzung ihrer Ideen im Bereich Entwicklung und Konstruktion holt sich OptoTech die nötige Unterstützung von Festo. So war etwa deren Know-how äusserst hilfreich, um möglichst bald nach der Gründung die ersten Anlagen verfügbar zu haben: Innerhalb von lediglich vier Monaten ab Entwicklungsbeginn ist es OptoTech gelungen, die Anlagen auf der Optik-Messe Mido in Milano im Mai 2008 zu präsentieren. „Nur dank Festo konnten wir so schnell am Markt präsent sein“, meint Volken. Auch in der weltweiten Präsenz von Festo sieht Volken einen grossen Vorteil, da sie rund 97% ihrer Anlagen ins Ausland exportieren:„So können technischer Support und schnelle Lieferungen überall und jederzeit gewährleistet werden.“

Adressen:

OptoTech AG
Industriestrasse 13
4554 Etziken
www.optotech.ch
 
Tätigkeitsfeld: Entwicklung, Konstruktion und Bau von Optikmaschinen zur Brillenglasbearbeitung und für die Feinoptik mit Schwerpunkt Tapen und Blocken.

Festo AG
Moosmattstrasse 24
8953 Dietikon
www.festo.ch

Tätigkeitsfeld: Pneumatische und elektrische Komponenten und Lösungen für die Industrie- und Prozessautomation.

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