Wie kleine Box- PCs den Automatisierungsmarkt erobern

Wie kleine Box- PCs den Automatisierungsmarkt erobern
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Multimedia Anwendung einer Spectra PowerBox im Daimler-Benz Museum in Stuttgart
26.07.2010 | Leistungsfähige kleine Box-PCs sind derzeit dabei, einen sehr hohen Verbreitungsgrad zu erreichen. Grund hierfür ist die zunehmende Verfügbarkeit von hochintegrierten Embedded Einplatinencomputern mit leistungsfähiger Grafikfunktio¬nalität und vielen E/A-Schnittstel¬len, sowie von immer leistungsfähi¬geren stromsparenden Prozessoren mit relativ geringer Verlustleistung

Ein wichtiges Element, das die Verbreitung von Box-PC-Systemen geradezu explosi­onsartig beschleunigt, ist die zunehmende Verfügbarkeit großer, preisgünstiger Flach­displays für Multimedianwendungen. Mit einem kleinen, kompakten Box-PC in Kom­bination mit einem LCD-Flachdisplay kön­nen einfach und preisgünstig leistungsfähi­ge mit großen Bildschirmen ausgestattete Multimediaplayer aufgebaut werden, die in zahllosen Anwendungen eingesetzt werden können. Beispiele hierfür sind vernetzte In­formationsterminals in Flughäfen oder multimediale interaktive Präsentations- und Verkaufsterminals.
Ein weiteres Element das dazu beiträgt, dass die Wachstumsraten bei Box-PCs zwei­stellig sind, ist die zunehmende Verbreitung von Ethernet in der Automatisierungstech­nik. Hierdurch verändert sich die Architek­tur von industriellen PC-Installationen in der Industrie dramatisch. Klassische 19“-Industrie-PC-Lösungen werden durch kompakte Controller, basierend auf einem Box-PC, ersetzt. Industrielle E/As sind nicht mehr im IPC, sondern außerhalb installiert, und werden über Ethernet angekoppelt.
Bei allen Systemen, die in den unter­schiedlichsten Umgebungen, weit verteilt, meist unbeobachtet betrieben werden, liegt es nahe, dass der Anwender hohen Wert auf Zuverlässigkeit und Wartungsfreiheit legt. Ein niedriger Geräuschpegel ist bei zahlrei­chen Applikationen darüber hinaus eine wichtige Randbedingung. Ein lüfterloses PC-System scheint hier die Lösung des Pro­blems zu sein, ist es doch völlig abgeschlos­sen gegenüber der Umwelt, damit ver­schmutzungsunempfindlich, wartungsfrei und leise. Doch auch hier gibt es Probleme, die es zu berücksichtigen gilt und die zu Einschränkungen im Einsatzspektrum für  derartige PC-Systeme führen.

Hitze kontra Lebensdauer

Hitze kontra Lebensdauer
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PowerBox 1220 offen mit Heatpipe-Lösung
Der grösste Feind der Zuverlässigkeit bei vielen Komponenten, die in einem PC ein­gebaut sind, ist die Hitze. Mit steigender Be­triebstemperatur sinkt die Lebensdauer teilweise dramatisch auf ein nicht mehr ak­zeptables Niveau ab. Bei Festplatten verhält es sich erfahrungsgemäß so, dass jedes Grad Celsius über der Normtemperatur, die bei 25 °C liegt, ein Absenken der Zuverläs­sigkeit um 2-3 % zur Folge hat. Bei lüfterlo­sen PC-Systemen können sich während des Betriebs im Innern lokale Wärmenester bil­den, da dort eine Luftzirkulation meistens fehlt. Dies kann zu hohen Betriebstempera­turen an Komponenten im Gerät führen, was ebenfalls zu einer massiven Absen­kung von deren Lebensdauer führen kann. Ist ein System mit Erweiterungssteckplät­zen ausgestattet, können durch die Integra­tion von Erweiterungskarten weitere Wärmequellen „eingebaut“ werden, welche die ganze thermodynamische Konzeption ei­nes Systems ohne Lüfter ad absurdum füh­ren können. Weitere Probleme bezüglich der Temperatur im Innern können sich durch die Einbausituation des Geräts erge­ben. Lüfterlose Systeme werden in der Re­gel gekühlt, indem Wärme aus dem Inneren durch Strahlung und Konvektion an die Umgebung abgegeben wird. Dies erfordert eine Einbaussituation, die es ermöglicht, dass eine ungestörte Luftzirkulation an denjenigen Oberflächen des Geräts stattfin­den kann, die für die Kühlung des Gesamt­systems wichtig sind. Oft gestattet die An­wendung dies jedoch nicht. Es ist sehr wohl möglich, ein lüfterloses PC-System mit ho­her Betriebssicherheit für einen ganz be­stimmten Einsatzfall zu entwickeln, soll das System allerdings skalierbar, erweiterbar, unter wechselnden Umgebungs- und Ein­baubedingungen verwendbar sein, ist dies eher ein schwieriges oder extrem teures Un­terfangen.

­Hybridkühlung schafft Sicherheit
Die industriellen Mini-PCs der Spectra Po­werBox-Serie wurden primär mit dem Ziel entwickelt, hohe Langlebigkeit und Be­triebssicherheit auch bei 24-h-Dauerbe­trieb und hoher Systembelastung zu garan­tieren. Das bedeutet, im Innern der Geräte muss es kühl bleiben. Sie sollten skalierbar, durch PCI-Karten erweiterbar sein und un­ter den unterschiedlichsten Einbausituatio­nen sicher betrieben werden können. Ein weiteres Ziel bei der Entwicklung war ein geräuscharmer Betrieb, mit einem derart niedrigen Geräuschniveau, dass Multime­dia-Applikationen nicht durch Eigengeräu­sche des Geräts gestört werden. Grundsätz­lich wird eine PowerBox lüfterlos betrieben. Die Kühlung wird in diesem Fall durch eine großzügig ausgelegte Heatpipe mit außen­liegendem Kühler durch Konvektion sicher­gestellt.
Überschreitet die Temperatur im Inneren ein gewisses Niveau, schaltet sich der Lüfter zu. Damit das System dann trotz­dem geräuscharm betrieben werden kann, wird ein langsamlaufender, temperaturge­steuerter Lüfter mit großem Querschnitt eingesetzt. Der PC ist sozusagen mit einer Hybridkühlung, d.h. einer Kühlungsein­richtung die mit und ohne Lüfter betrieben werden kann, ausgestattet. Erlaubt die An­wendung eine optimale Einbaulage mit gu­ter Konvektionsströmung, kann er gänzlich ohne Lüfter betrieben werden. Damit wur­de ein kompakter Box-PC entwickelt, der in einem weiten Anwendungsfeld eingesetzt werden kann.

Box-PCs – alles Wichtige on Bord

Box-PCs – alles Wichtige on Bord
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PowerBox 1220
Die Spectra PowerBox-Serie besteht aus mehreren Grundmodellen, die sich durch die angebotenen Optionen an die jeweiligen Anforderungen anpassen lassen. Die Box-PCs sind mit Mini-ITX-Boards ausgestattet und können modellabhängig eine CPU von Pentium M, über Celeron M bis Core 2 Duo besitzen. Die 12xx-Serie verfügt über zwei freie PCI-Steckplätze, die 11xx-Serie bietet einen PCI-Steckplatz. Alle Geräte verfügen über ein robustes Aluminiumgehäuse und sind wie folgt ausgestattet:
40 GB Festplatte, analog VGA-Grafik, DVI-Grafik modellabhängig als Standard oder Option, sechs USB-Schnittstellen, zwei RS-232, Gigabit-LAN, Audio inkl. SPDIF-coax und SPDIF-optisch. Detailierte Angaben oder Datenblatt unter www.spectra.ch .

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