Brücken überspannen tiefe Schluchten, Flüsse, Autobahnen, sie sind für unsere mobile Gesellschaft unerlässlich. Ihr Zustand ist jedoch oft ungenügend bekannt, weshalb grosse Anstrengungen unternommen wurden, um zerstörungsfrei und schnell objektive Kenntnisse über ein Bauwerk zu erhalten.
Bei einer Untersuchung des ADAC im Jahr 2007 gab jede zehnte der fünfzig überprüften Brücken Anlass zu Bedenken, fünf der überprüften Bauwerke wurden gar als „mangelhaft“ eingestuft.
Wechselnde Wetter- und Temperatureinflüsse, zunehmendes Verkehrsaufkommen und Tausalze beanspruchen das Materia, schnell entstehen Schäden wie Haarrisse, abplatzender Beton Korrosion, abgesehen davon, ob die Brücke gemäss den vorhandenen Plänen ausgeführt wurde oder nicht. Erkennen die Brückeningenieure solche Schwachstellen nicht rechtzeitig, wird es für Autofahrer, Radler und Fussgänger gefährlich.
Bisher untersuchten die Kontrolleure eine Brücke direkt vor Ort auf äusserlich sichtbare Schäden oder ordneten ein Messprogramm an. Zukünftig werden moderne Verfahren eingesetzt um den personellen Aufwand trotz Erhöhung der Sicherheit zu minimieren.
Der Ingenieur braucht objektive Auskunft über die Dicke der Bauteile, über die Lage der Bewehrung, deren Anzahl, Durchmesser und Anordnung.
Vom statischen Standpunkt her ist noch die Anzahl der eingebauten Spannkabel und deren Lage von Interesse, Auskunft über Hohlräume im Innern der Brücke und eventuell die Dicke des Fahrbelages.
Von aussen sieht man der Brücke nicht an wo die Hohlräume verlaufen oder wie viele Spannkabel eingebaut sind. Die Ausführung der Bewehrung und deren Lage ist zerstörungsfrei ohne moderne Mess- und Prüfmethoden ebenfalls nicht zu erkennen. Wir erfassen alle Informationen am fertigen Bauwerk problemlos, schnell und effizient. Dadurch haben Sie eine klare Übersicht über die effektive Situation am Bauwerk und im Bauwerk. Wir zeigen Ihnen wo die Hohlräume liegen, wie tief diese sind, wie dick die Asphaltschicht ist und wie viele Spannkabel eingebaut sind. Wir zeigen Ihnen die Lage der Ankerköpfe und liefern Ihnen die notwendigen Informationen zur Bewehrung.Zerstörungsfreie Vermessung an Brücken

Der Bauherr ist verantwortlich dafür, dass alle Brücken den Anforderungen der Sicherheit und Ordnung genügen. Die zerstörungsfrei ermittelten Messdaten dienen zur Beurteilung der Tragfähigkeit einer bestehenden Baukonstruktion und deshalb auch zur Bewertung der Dauerhaftigkeit des Bauwerks respektive zur Absicherung, dass bei Bohrarbeiten das
Schadenrisiko minimal ist.
Die zerstörungsfreie Erhebung von Daten an bestehenden Brückenbauwerken unterschiedlicher Bauart dient als Grundlage für die Zustandsermittlung. Die Brücken werden zerstörungsfrei so vermessen, dass verbindliche Informationen über die statisch relevanten Eigenschaften vorliegen. (Anzahl Spannkabel, Anzahl und Lage der Bewehrung oder von Bügelbewehrungseisen, - Querspannbewehrung und dergleichen).
Eine Brückenprüfung z.B. nach DIN 1076 soll durch Überprüfung des Ist-Zustandes die Funktion des Brückenbauwerks in jedem Zeitpunkt sicherstellen. Die Prüfungen werden an bestimmten Bauwerken erweitert, wenn verbindliche Informationen über die Konstruktion fehlen oder wenn die Unterlagen mangelhaft sind. Die Grundlagen sind erforderlich, um die statische Sicherheit des Bauwerks zu gewährleisten.