SMARTLEVEL-Technologie für die zuverlässige Füllstanderfassung

SMARTLEVEL-Technologie für die zuverlässige Füllstanderfassung
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Die SMARTLEVEL-Sensoren eignen sich zur Abfrage von leitfähigen, stark pastösen Medien.
06.07.2010 | Die Füllstanderfassung mit konventionellen kapazitiven Sensoren stößt schnell an ihre Grenzen, wenn Flüssigkeitsfilme, Verschmutzungen oder Anhaftungen in Sensorhöhe auf der Behälterinn- und Außenwand die Messung beeinträchtigen und zu Fehlschaltungen führen.

Mit neuen kapazitiven Sensoren in SMARTLEVEL-Technologie lassen sich jetzt auch die Füllstände von leitfähigen Medien wie Blut, Essig, Ketchup, Schokolade oder einer stark schäumenden Flüssigkeit wie Bier zuverlässig erfassen.

Kapazitive Näherungsschalter oder Sensoren haben sich in der Füllstandmessung einen festen Platz erobert. Man kann mit ihnen durch die nicht metallische Behälterwandung Füllstände von Flüssigkeiten, Granulaten oder Pulvern erkennen, ohne dass der Sensor mit den Medien in Kontakt kommt. Konventionelle kapazitive Sensoren haben jedoch auch eine Reihe von Nachteilen. So muss die Empfindlichkeit des Sensors so eingestellt werden, dass nicht schon die Behälterwandung an sich, sondern erst die Behälterwandung zusammen mit dem Medium das Signal auslöst. Diese Kalibrierung erfordert viel Zeit und ist immer wieder Ausgangspunkt von Störungen. Besonders schwierig wird es, wenn die Füllstände von stark schäumenden und leitfähigen Flüssigkeiten wie z.B. Bier, Ketchup oder auch Schokolade zu erfassen sind. Verschmutzungen oder Anhaftungen auf Sensorhöhe sowie Flüssigkeitsfilme auf der Innenseite der Behälterwand führen dann fast zwangsläufig zu Fehlschaltungen, die eine korrekte Füllstandbestimmung nahezu unmöglich machen.
Hier wird man umdenken müssen. Es gibt seit neuestem kapazitive Füllstandmelder, die sich  z. B. für die Detektion stark leitfähiger, bipolarer Medien wie z. B. Laugen oder Säuren eignen und auch bei schäumenden oder filmbildenden und anhaftenden Medien keineswegs passen müssen.
Eingesetzt werden diese neuen Sensoren in SMARTLEVEL-Technologie, die der Sensorspezialist Balluff auf den Markt gebracht hat, unter anderem in einem Filmkopierwerk zur Füllstandkontrolle von Entwicklerflüssigkeiten. Obwohl sich hier die Medienkonsistenz des Entwicklerbades je nach Einsatzzeit ständig ändert, liefert der neue Füllstandmelder stets korrekte Messergebnisse. Eine regelmäßige Reinigung von Sensor und Behälter in mehr oder weniger kurzen Intervallen ist ebenfalls überflüssig.

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Mit dem SMARTLEVEL-Sensor beeinflussen Betauungseffekte an der Behälterinnen- und Außenwandung die Zuverlässigkeit der Messung nicht.
Kapazitive Füllstandmelder nutzen für die Messung die gegenüber Gasen oder Luft unterschiedliche Dielektrizitätskonstante des zu detektierenden Mediums, um unterschiedliche Flüssigkeiten, Pulver oder Granulate durch eine nicht leitende Behälterwand von maximal 4 mm hindurch zu erkennen. Je nach Abstand und Material des Messobjektes ändert sich die Kapazität in der Messzone. An diesem physikalischen Prinzip lässt sich nichts ändern, man kann jedoch einen Schritt weitergehen und dieses Messverfahren so modifizieren, dass die kapazitive Füllstandmesstechnik auch für bisher als schwierig geltende Medien verwendet werden kann. Den Beweis angetreten hat das Balluff Kompetenzzentrum für kapazitive Sensoren, Balluff SIE Sensorik, mit Sitz in Viernheim, mit seinen neuen Füllstandmeldern in SMARTLEVEL-Technologie.
 
Die Sensoren arbeiten ebenfalls kapazitiv, allerdings mit einer etwa siebenmal höheren Oszillatorfrequenz als herkömmliche kapazitive Sensoren. Darüber hinaus sammelt ihre Auswerteelektronik mehr Informationen als sonst bei kapazitiven Sensoren. Sie erfasst nicht nur den kapazitiven, sondern auch den konduktiven Anteil beziehungsweise den Leitwert des Mediums.  Durch die Und-Verknüpfung von Kapazitäts- und Leitwertmessung lassen sich viele bisher als unmöglich geltende Applikationen lösen. Da kompakte Medien hohe, dünne Filme des gleichen Mediums, aber nur geringe Leitwerte haben, können die neuen Sensoren problemlos dünne Anhaftungen an der Behälterwand vom realen Füllstand unterscheiden. Fehlschaltungen bei nicht rückstandsfrei abfließenden Medien wie z. B. Spül- und Reinigungsmitteln sind damit ausgeschlossen.
 
Für den Anwender bringt dieses Prinzip zahlreiche Vorteile: So sind die neuen Sensoren zu allen Sensoren kompatibel, die zur Füllstandmessung von Medien mit Dipolcharakter eingesetzt werden. Dies gilt auch für Tauchapplikationen und Füllstanderkennungen durch nicht metallische Wandungen mit einer Dicke von 10 mm. Die nicht leitende Behälterwand wird automatisch kompensiert. Betauungseffekte an der Behälterinnen- und Außenwandung beeinflussen die Zuverlässigkeit der Messung nicht. Auch Anhaftungen, Verschmutzungen und Flüssigkeitsfilme oder Schaumbildungen werden zuverlässig ausgeblendet. Dies führt erstmals zu einer fehlerfreien Füllstandkontrolle. Weitere Vorteile: die neuen Sensoren müssen weder bei der Inbetriebnahme justiert, noch während des laufenden Betriebs nachjustiert werden. Das gilt auch bei verschiedenen Wandstärken und Behältermaterialien. Vor allem wenn viele Sensoren eingesetzt sind, ergeben sich dadurch beachtliche Zeiteinsparungen.

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Kern der exklusiven Armatur in den Waschräumen des Airbus A 380 sind Tastsensoren in SMARTLEVEL-Technologie.
Die neuen Sensoren werden für den Einsatz bei Wandstärken bis über 10 mm angeboten. Das ist fast das Dreifache wie bei herkömmlichen Sensoren. In vielen Anwendungen werden dadurch aufwändige Bypässe mit Schaugläsern für die Messung überflüssig, was wiederum Installations- und Materialkosten spart. So beispielsweise, wenn der Füllstand von stark pastösen, leitfähigen Cremes oder Bodylotion beim Abfüllen direkt durch die nicht leitende Wandung des Vorratsbehälters hindurch abgefragt werden kann. Ein anderes Beispiel -  diesmal aus der Halbleiterindustrie  - ist eine Nassbank zur Bearbeitung von Wafern und Solarzellen. Hier erfassen die neuen kapazitiven Sensoren den Füllstand von Säuren und Laugen durch eine vergleichsweise dicke Wand der PTFE- und PVDF-Behälter. Da auch hier Bypässe und Schaugläser überflüssig werden, reduzieren sich die Installations- und Materialkosten. Darüber hinaus profitiert der Anwender von einer erhöhen Applikationssicherheit.
 
Selbst in der Luftfahrt kommen Sensoren in SMARTLEVEL -Technologie mittlerweile zum Einsatz. So rüstet Airbus die Waschräume seines vierstrahligen Großraumflugzeugs A380 mit einer Mischbatterie der Firma Aquarotter aus Ludwigsfelde aus. Kern der exklusiven Armatur im eleganten Airbus-Design sind Tastsensoren in SmartLevel-Technologie. Mit ihnen können die Flugreisenden assistiert von einer Leuchtdiodenanzeige bequem die gewünschte Wassertemperatur vorwählen. Der besondere Clou: Fehlschaltungen sind ausgeschlossen, denn auch hier blenden die berührungslos arbeitenden Taster anhaftende Verschmutzungen, Flüssigkeitsfilme und Seifenschaum selbständig aus. Selbst wenn ein feuchtes Papierhandtuch darüberliegt, wird der Schaltvorgang erst bei Berührung durch die Hand ausgelöst. Die in vielen kritischen Anwendungen bewährten Füllstandmesser mussten für diese spezielle Anwendung lediglich geringfügig mechanisch modifiziert und die Elektronik in ein kundenspezifisches Kunststoffgehäuse eingebracht und vergossen werden.

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