Panel-PC mit PoE Interface
All-in-One Panel PC gibt es viele, aber solche, die per Ethernet mit Strom versorgt werden können, gibt es nur wenige. Der oben erwähnte Panel-PC AFL-057A-Z530 ist ein Modell mit 5.7" Touch Display und LED Backlight und hat eine Auflösung von 640 x480. Die geringe Leistungsaufnahme von nur 12W für den Betrieb mit PoE wird durch die stromsparende Technologie von Intel erreicht. In Verbindung mit einem geeigneten PoE Switch ergibt sich nicht nur der Vorteil der einfachen Verkabelung, sondern auch einer Fernsteuerung (Ein-/Ausschalten) und der Fehlermeldung (Disconnected). Diese Funktionen sind bei größeren Applikationen sehr hilfreich. Der lüfterlose AFL-57A-Z530 kann mit verschiedenen Betriebssystemen, wie Windows XPE, Windows 7 Embedded, sowie mit Windows CE 6.0 betrieben werden. Das Betriebssystem wird je nach Applikation auf ein Compact Flash von 1 / 2 / 4 GB geladen und hat somit keine rotierenden Teile für die Speicherung der Programme und Daten, was eine lange Lebensdauer garantiert und einen problemlosen Betrieb begünstigt. Die eingebaute One-Key Recovery Funktion erlaubt ausserdem eine Speicherung des Betriebssystem-Images auf das Flash. D.h. dass bei einer Zerstörung oder bei einem Defekt des Betriebssystems, kann dieses automatisch wieder zurückgeladen werden, um so einen unterbruchlosen Betrieb zu garantieren. Neben dem PoE Interface verfügt das AFL-057A noch über eine VGA und eine USB Schnittstelle, sowie zwei eingebauten Lautsprechern mit je 1.5 Watt. Die nach IP64 spritzwassergeschützte Front und der Betriebstemperaturbereich von -20°C bis 60°C, sowie die kompakte Bauform von nur 180x135x55mm ermöglichen zahlreiche Anwendungen auch in etwas rauer Umgebung, z. B. in der Gebäudeautomation.Was ist Power over Ethernet
PoE-Funktionalität lässt sich über bestehende Kabelinfrastrukturen anwenden. Heute dominieren Cat-5- und Cat-6-Installationen. Die erzielbare Bandbreite von 100 MBit / 1 GBit für ein einzelnes Endgerät genügt auch noch in ferner Zukunft. Die Kabel verfügen über 4 verdrillte Aderpaare, davon werden allerdings nur zwei für die Uebertragung der Daten verwendet. Die restlichen zwei Aderpaare lassen sich frei nutzen, z. B. für eine PoE-Lösung, die mit der Norm IEEE 802.3af grundsätzlich spezifiziert ist. Dabei unterteilt die Norm PoE-Geräte in zwei Hauptkategorien. In die erste Kategorie fallen Energieversorgerprodukte (Power Sourcing Equipment PSE), in die zweite Kategorie fallen Verbraucherprodukte (Powered Devices PD).
Diese Panel-PCs gehören zur aktiven Variante mit der PD-Lösung und werden entweder über einen nicht administrierbaren oder über einen administrierbaren Fast Ethernet PoE-Switch mit Daten versorgt. Einige dieser PoE-Switches verfügen über die patentierte «Rapid Super Ring»-Technologie, welche bei einem Kabelunterbruch die Verbindung in weniger als 5 ms über eine Backup-Leitung wiederhergestellt. Damit wird eine sehr hohe Verfügbarkeit erzielt. Die beiden nicht benutzten Aderpaare führen eine Spannung von nominal 48 VDC (44 . . . 57 V) und erlauben eine theoretische Leistung von c 15 W pro Port. Der Standard IEEE 802.af geht davon aus, dass nach Leitungsverlusten noch zirka 13 W beim Endgerät zur Verfügung stehen.
Applikationen für PoE
Weil die Geräteleistung auf 15 W begrenzt ist, sind der Anwendung gewisse Grenzen gesetzt. Typische Geräte für PoE-Technik sind: IP-Kameras, WLAN AccessPoints, IP-Telefonie, Bluetooth-Access-Points, optische Richtfunkanlagen (FSO), Zutrittskontrollsysteme und viele weitere Anwendungen der industriellen Automation, Gebäudeautomation, Sicherheitstechnik, Verkehrsleit- und Überwachungstechnik.
Dank der stromsparenden Intel Z510/Z530 Prozessor-Technologie ist es nun auch mögliche die oben erwähnten AFOLUX Panel-PCs mit einer Leistungsaufnahme von nur 12W mit PoE (Power over Ethernet) zu betreiben. PoE bietet mehr als nur die Möglichkeit, Endgeräte mit Strom zu versorgen. Durch zahlreiche integrierte Funktionen lassen sich kostengünstige und zukunftssichere Lösungen realisieren. Die vielfältigen Einsatzbereiche und neue Möglichkeiten bewirken auch, dass der bestehende IEE802.3af Standard kurz vor einer Erweiterung durch den IEE802.3at Standard steht. Dabei wird die Leistung am Endgerät von heute rund 15 W auf 30 W erhöht und damit weitere Einsatzmöglichkeiten erschlossen. Dieser erweiterte Standard ist bereits bei den aktuellsten JetNet- PoE-Switches umgesetzt worden.
Vorteile der PoE-Funktionalität
Nebst der Einsparung des Stromversorgungskabels oder eines abgesetzten Steckernetzteils bietet PoE eine zuverlässige und sichere Stromversorgung. Eine Garantie der Stromversorgung selbst bei Netzausfall ist ebenfalls einfacher realisierbar, weil nur der PoE-Switch über eine USV gestützt werden muss. Mit der JetNet-Serie von Korenix können z. B. PoE-Ports via Tages- und Wochenplanung eingerichtet werden. Dabei kann der Benutzer stündlich wie auch wöchentlich bestimmen, wann die entsprechenden Ethernet-Ports aktiv oder passiv sein sollen; eine übergeordnete Steuerung erübrigt sich. Mit der integrierten LPLD-Funktion wird das angeschlossene Gerät in Realtime auf Aktivität kontrolliert. Falls die entsprechende Rückmeldung fehlt, kann der JetNet-PoE-Switch selbstständig einen Restart des Endgerätes durchführen und somit den angeschlossenen Verbraucher oder eben einen Panel-PC mit PoE automatisch wieder zum Leben erwecken.