Optimierte Metallband-Messung

Optimierte Metallband-Messung
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Die neue High-End Anlage zur Messung der Metallbandgeometrie von Micro-Epsilon
04.03.2011 | Metallband als Rohstoff für unzählige weitere Produkte ist direkt mit der späteren Qualität des Endproduktes verknüpft. Deshalb werden Metallbänder bereits vor der Weiterverarbeitung auf Einhaltung der Qualitätskriterien untersucht. Markantes Merkmal dafür ist neben den physikalischen Eigenschaften das Dickenprofil der Metallbänder. Zur Messung des Dickenprofils existieren zahlreiche Ansätze. Eine äußerst interessante Lösung bietet Micro-Epsilon, Sensor- und Systemhersteller aus Ortenburg.

Eine exakt konstante Dicke von Metallbändern ist oft schwierig zu erreichen. Durch Warm- und Kaltwalzen hergestellte Metallbänder haben bereits durch Walzenbiegungen Abweichungen von der Solldicke. Deshalb existieren verschiedene Möglichkeiten wie Bombieren oder Stützwalzen, um das Dickenprofil zu optimieren. Wichtige Qualitätskriterien eines Metallbandes sind das Dickenprofil über Länge und Breite, die Geometrie und die Dokumentation der Messwerte. Zur Einhaltung der Kriterien sind Messanlagen nötig, welche dies kontrollieren und gegebenenfalls Stellgrößen für eine Regelung liefern.
 

Verfahren der Dickenmessung

Herkömmliche mechanische Dickenmessanlagen messen beispielsweise berührend über eine zangenförmige Anordnung an einzelnen Messpunkten die Dicke der Metallbahn. Die Werte werden anschließend interpoliert, womit aber nur eine grobe Aussage über die Dicke möglich ist. Für eine detaillierte Quer- oder gar Längsprofilerfassung im Prozess ist das Verfahren jedoch häufig zu träge. Darüber hinaus sind diese Messverfahren oft verschleißanfällig, zu wenig automatisiert und stören den Produktionsablauf. Alternativ wird die Dicke der Metallbahnen mit radiometrischen Verfahren ermittelt. Die Strahlung einer Isotopenquelle wird durch das Blech gedämpft. Auf der gegenüberliegenden Seite wird die verbliebene Strahlung gemessen. Die Differenz aus gesendeter und gemessener Strahlung wird zu einem Flächengewichtswert und anschließend in die Dicke umgerechnet. Das Verfahren ist jedoch stark von der Legierung und Materialbeschaffenheit der Metallbahn abhängig. Eine derartige Dickenmessung liefert zwar bei bekannter Legierung eine hinreichende Information über das Dickenquerprofil, ist aber aufgrund der Strahlungsintensität mit erhöhtem Sicherheitsaufwand verbunden. Strahlenschutz, Strahlenschutzbeauftragte ggf. für drei Schichten und permanente Sicherheitsprüfungen verbinden diese Methode mit hohen variablen Kosten. Abhilfe kann durch den Einsatz kapazitiver Sensorik erreicht werden. Ein Nachteil derartiger Anlagen ist jedoch der relativ große Messfleck. Die Sensoren messen über die gesamte Stirnfläche und können deshalb nur gemittelte Profilinformationen über die Stirnflächen der Sensoren bieten. Im Randbereich der Produkte wird jedoch eine bessere Ortsauflösung gewünscht.
 

Ein deutlicher Fortschritt zur Dickenprüfung mittels radiometrischen und kapazitiven Verfahren ist der Einsatz von laseroptischen Sensoren. Micro-Epsilon bietet dafür verschiene Varianten an. Ein einfaches C-Bügel Messgerät erfasst die Dicke an einer wählbaren Spur in Produktionsrichtung durch zweiseitige Dickenmessung mit Lasersensoren. Ein weiteres Modell arbeitet mit einem geschlossenen O-Rahmen. Bei diesem Modell wird auf jeder Seite des Metallbandes je ein Sensor, an identischer Position zu dem auf der anderen Seite kontinuierlich im rechten Winkel zur Produktionsrichtung bewegt. Damit wird das Dickenprofil über die gesamte Produktbreite erfasst.
 

Neues Verfahren zur Profilerfassung

Auch bei der neuen High-End-Lösung traversiert die Sensorik entlang des Messspalts über die gesamte Bandbreite. Im Gegensatz zu den bisherigen Lösungen werden hier jedoch zwei Laser-Linien-Scanner verwendet, welche ein deutliches Plus bei Genauigkeit und Grundabstand zum Metallband bieten. Die Innovation des neuen O-Rahmenmodells von Micro-Epsilon Messtechnik liegt im Einsatz von speziell adaptierten Laser-Linien-Scannern. Diese bieten bei größerem Abstand zum Messobjekt und damit einem höheren Messspalt, mehr Präzision in der Erfassung der Dicke, als Punktsensoren. Mit einem Messspalt von 200 mm toleriert das System große Schwankungen in der Bandführung und ist äußerst robust im Einsatz. Einfache und probate Kniffe, wie eine nach unten offene Konstruktion sichern eine langfristige Anwendung. Zunder und Verschmutzungen können durch die Anlage fallen und damit die Sensorik nicht behindern. Die 200 mm Messspalt schützen die Sensorik vor möglichen Kollisionen. Vibrationen der Metallbahn oder gebogene Band-Enden sind immer eine Gefahr für die installierte Sensorik. Zusätzlicher mechanischer Schutz sichert das Messsystem vollständig ab.

Der Einsatz von Profilsensoren gegenüber von Punktsensoren erhöht die Informationsdichte und lässt somit eine wesentlich bessere legierungsunabhängige Messung auf unterschiedlichste Bandmaterialien zu. Auch die Messgenauigkeit wurde durch die Laser-Linien gegenüber dem Punktlaser signifikant verbessert, so werden mit der Anlage 0,01 mm Genauigkeit bei einer maximalen Bandbreite von 4 m erreicht. High-Tech-Lichtschranken unterstützen die Profilsensoren. Sie übernehmen die Aufgabe der Breitenmessung und ggf. Kantendetektion einzelner Streifen nach dem Spalten. Alle Messdaten können zur Dokumentation des Metallbandes verwendet werden. Die Messdaten „Dicke“ und „Profil“ werden online einer genauen Position auf dem Band zugeordnet. Verwendet wird die Anlage in Servicezentren bei flächigen Metallbändern sowie nach dem Spalten der Coils in einzelne Metallstreifen.

Die Anlage ist im oberen Leistungssegment für Systeme zur Messung der Metallbandgeometrie zu sehen. Bekannte bisherige Verfahren werden damit wirkungsvoll substituiert. . Die Wirtschaftlichkeit der Investition in eine Messung mit Laserscannern liegt in der nunmehr detaillierten Kenntnis der realen Bandtoleranzen bis hin zur Dokumentation jedes einzelnen Streifens für den Endkunden
 

Funktionsweise scanCONTROL:

Bei einer Messung wird das reflektierte Licht der Linie von einer hochempfindlichen CMOS-Matrix aufgenommen, welche ein präzises Abbild des Oberflächenprofils erzeugt. Jede Veränderung des Profils verändert die abgebildete Linie und formt damit ein geändertes Abbild auf der Matrix.

Da das Messobjekt oder der Scanner in der Regel bewegt wird, entsteht durch aneinanderlegen der einzelnen Linienprofile ein 3D-Abbild des Objekts. Dabei wird auch von der sog. Punktewolke gesprochen, weil sich das Bild aus vielen tausenden einzelnen Messpunkten zusammensetzt.

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