Luxmeter messen die Beleuchtungsstärke, also den auf die Messstelle auftreffenden Lichtstrom, Leuchtdichtemesser stellen das reflektierte Licht am Messort fest.
Beleuchtungsstärke
Professionelle Luxmeter sind mit farbkorrigierten Silizium-Fotodioden ausgestattet, die der spektralen Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges V(lambda) angepasst sind. Der Unterschied zwischen MAVOLUX 5032C (Genauigkeitsklasse C) und MAVOLUX 5032B (Klasse B) besteht vor allem in der Genauigkeit dieser Anpassung. Für den praktischen Einsatz kommen hauptsächlich Luxmeter der Genauigkeitsklasse B in Frage, bei denen z.B. 6% Abweichung von der spektralen Empfindlichkeitskurve zulässig sind. Geräte der Klasse C sind für einfache Messaufgaben gedacht.
Die Abweichung von der spektralen Empfindlichkeitskurve ist jedoch nicht das einzige Kriterium für Messfehler: Umgebungstemperatur, UV- und IR-Strahlung, Messgerätefehler etc. haben ebenfalls Einfluss auf die Genauigkeit. Wichtigstes Kriterium ist der Gesamtfehler (Klasse B: 10%). Viele Hersteller von Luxmetern geben nur den Fehler bei der cos-Abweichung an. Dies besagt jedoch nichts über den tatsächlichen Gesamtfehler.
Der Einfallswinkel ist ebenfalls ein wichtiger Faktor: durch Reflektionen auf der Oberfläche des Filters ergeben sich bei nicht korrigierten Fotoelementen zusätzliche Messfehler (z.B. bei im Winkel von 60° einfallendem Licht, ergibt sich ein Messfehler von 40%). Luxmeter von GOSSEN verfügen über sphärische Kalotten, die sogenannte Kosinus-Korrektur für schräg einfallendes Licht. Dieses wird in der Kalotte gleichmäßig gestreut und somit vom Fotoelement richtig bewertet.
Die Messung der Beleuchtungsstärke erfolgt stets parallel zur Oberfläche. Bei Wänden in senkrechter Position und nicht der Lichtquelle zugewandt. Bei Messungen der Lichtverhältnisse z.B. in Tierställen erfolgt die Messung in die 6 Richtungen (oben, unten, vorne, hinten, links und rechts) und daraus wird der Mittelwert gebildet. Die Messungen erfolgen in Augenhöhe des Tieres.
Leuchtdichte
Für das menschliche Auge ist nicht entscheidend, wie stark ein Gegenstand beleuchtet wird, sondern wie viel Licht zum Auge zurückgeworfen wird. Zur Leuchtdichtemessung werden spezielle Leuchtdichtemessgeräte verwendet, oder spezielle Leuchtdichteaufsätze auf die Luxmeter aufgesetzt, die nur Licht in einem kleinen Winkel durchlassen.
Geräte mit Sonde für Aufsatzmessungen werden an selbstleuchtenden oder an durchstrahlten Flächen verwendet, wie z.B. Monitore (CRT/LCD-Hinterleuchtung), Fernsehbildschirme, Leuchtpulte, Leuchtwannen, Leuchtreklameflächen, Verkehrsschildern und Mattscheiben. Für entfernte Objekte kann der MAVOSPOT USB mit Entfernungsmessung eingesetzt werden. Luxmeter mit Leuchtdichtevorsatz eigenen sich nur für grobe Messungen an grossen Flächen.