Ein Monitoring des Zustands und eine einfache und zuverlässige Anzeige der Auslastung, des Verschleißes und der verbleibenden Verfügbarkeit sind so praktisch unmöglich, was ihre weitere Verbreitung bislang erheblich behindert.
Abhilfe versprechen erstmalig intelligente und energiesparende Netzgeräte von Balluff in IP 67, die über optische Anzeigen schnell erfassbar ihren Zustand visualisieren. Die kompakten Geräte sind nicht nur ein absolutes Novum am Markt, sie bestechen auch durch ihren hohen Wirkungsgrad von >92%, wodurch sich eine deutlich geringere Wärmeentwicklung ergibt. Das Ergebnis ist eine hohe Lebensdauer von 15 Jahren bei einer MTBF von 800.000 Stunden. Ideale Einsatzgebiete sind dezentrale Installationen in IP67 in Automobilindustrie, Maschinenbau, Anlagen zur Windenergieerzeugung etc.Die Ausgangslage
Netzgeräten
schenkt man im Betriebsalltag, wenn sie erst einmal installiert sind,
wenig Aufmerksamkeit. Es wird einfach erwartet, dass sie vorhanden sind
und mehr oder weniger unauffällig ihren Dienst versehen, also
Einschaltströme und wechselnde Belastungen sicher beherrschen sowie bei
Spannungseinbrüchen oder Kurzschlüssen eine zuverlässige Versorgung
gewährleisten. Dafür hat man üblicherweise, um auf anstehende etwaige
Erweiterungen und andere Herausforderungen wie auf dynamische Spitzen
vorbereitet zu sein, in der Planungsphase ganz konservativ eine Reserve
von 30 bis 50% eingeplant. Dies verteuert jedoch nicht nur unnötig die
Geräte, sondern erfordert unter Umständen auch größere und damit
schwerere Bauformen.
Bei IP 67 Netzgeräten kommt noch
erschwerend hinzu, dass es bislang keine Geräte am Markt gibt, die dem
Instandhalter ein Monitoring des Gerätezustandes, sei es über ein
Display oder auch über einen Feldbusanschluss, ermöglichen. Die Geräte
sind im Feld häufig sehr schwer zugänglich eingebaut, ein Austausch ist
mit einem hohen Aufwand verbunden. Deshalb verlässt man sich, um eine
möglichst hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, auf vorbeugende
Instandhaltungskonzepte.
Diese Vorgehensweise ist sehr sicher,
aber auch sehr teuer, denn die Geräte werden häufig mangels Alternative
z.B. im Rahmen eines zweijährigen Wartungszyklus weit vor Ende ihrer
Lebensdauer ausgetauscht.
Abhilfe versprechen die neuen
intelligenten IP 67 Netzgeräte von Balluff. Sie sind so ausgelegt, dass
man sie auch unter Hochlast fahren kann. Sie folgen dynamischen Lasten
und so ist eine Reserve von 30 bis 50% nicht mehr erforderlich, was sich
dann auch positiv in einer geringeren Baugröße und niedrigen
Anschaffungskosten widerspiegelt. Optische Anzeigen visualisieren dem
Nutzer sämtliche Informationen, die er für die Realisierung eines
zustandsorientierten Wartungskonzeptes benötigt. Sensoren in Kombination
mit einem Mikrocontroller überwachen kontinuierlich im Gerät
Verschleißfaktoren wie Temperatur, Überlast, Störungen und andere
Randbedingungen. Durch eine intelligente Auswertung dieser Parameter
erhält der Nutzer dann erstmals einen Überblick über den Zustand des
Gerätes.
Hohe Temperatur, kurzes Leben
Eine
Besonderheit ist der hohe Wirkungsgrad von bis zu > 92%. Durch den
Einsatz hoch zuverlässiger Bauteile und innovativer
Schaltungstechnologie, wie z.B. einer speziellen Zerhackerschaltung,
konnte Balluff die Verlustleistung des primär getakteten Netzgerätes
deutlich reduzieren, was sich positiv auf die Lebensdauer des Gerätes
auswirkt, da die thermische Belastung erheblich sinkt. Diese ist quasi
die Achillesferse eines jeden Netzgerätes.
So haben
Lebenszyklussimulationen gezeigt, dass die Lebenserwartung rasch sinkt
und nur noch 1/28 des ursprünglichen Wertes beträgt, wenn die
Temperatur von 45° C auf 90° C erhöht wird. Eine Lastzunahme von 0 auf
130% dagegen halbiert die Lebenserwartung des Gerätes nur. Es lässt sich
also allein durch eine drastische Erhöhung des Wirkungsgrades auf über
90% die Wärmeentwicklung und damit auch der Alterungsprozess der
elektronischen Komponenten begrenzen. Dabei darf die Wärme vor Ort erst
gar nicht entstehen. Größere Kühlelemente, die die Wärme vermehrt aus
dem Gehäuse abführen, sind dafür kein Ersatz.
Zum Vergleich:
Standardnetzgeräte haben einen Wirkungsgrad zwischen 83 und 87%. Geht
man von 15 % im Mittel aus, bedeutet dies bei 200 Watt Leistung einer
Wärmeabgabe von 30 Watt, was in etwa der Leistung eines Lötkolbens
entspricht. Wenn man den Wirkungsgrad auf 93% erhöht, dann werden nur
noch 14 Watt abgegeben, was sich positiv auf die Lebenserwartung
auswirkt.
Hell und gut sichtbar - die Zustandsindikatoren
Drei
Balkenanzeigen mit LEDs in den Farben grün, gelb und rot informieren
den Nutzer kontinuierlich über den betriebsinternen Zustand.
Signalisiert werden die Parameter „Load Level“, Stresslevel“ und
„Livetime“. Die Anzeigen sind so lichtstark, dass sie auch noch aus
mehreren Metern zuverlässig wahrgenommen werden können.
Auf
Basis dieser Informationen lassen sich dann erforderliche
Instandhaltungsmaßnahmen oder der Zeitpunkt eines Gerätewechsels
zustandsorientiert festlegen und die Ausfallwahrscheinlichkeit der
Anlage drastisch senken.
Der Loadlevel-Indikator des Gerätes
signalisiert reversibel und verzögerungsfreie die aktuelle Auslastung
des Gerätes. Werden 80% Auslastung erreicht, wechselt die Anzeige von
grün nach gelb, bei weiter steigender Belastung über 100% kommt ein
roter Balken hinzu. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn im
Power-Boost Modus mögliche kapazitive Lasten beim Einschalten des
Gerätes abgefangen werden. Da der Loadlevel-Indikator ausschließlich
von der Last getrieben ist, lässt sich auf einen Blick auch schnell
erkennen, ob die Stromaufnahme über die Zeit gestiegen ist. Dies ist
dann ein wichtiger Hinweis auf mögliche Fehlströme oder auch auf
zusätzliche Stromverbraucher, die seit der Installation hinzugekommen
sind.
Der „Stress Level“ repräsentiert quasi den Herzschlag des
Gerätes. Er wird sowohl durch die Last als auch durch die thermische
Belastung getrieben. Sinkt oder steigt die innere Wärmeentwicklung
aufgrund veränderter Last und/oder vermindert sich die
Umgebungstemperatur dank einer geänderten Belüftung, wirkt sich all dies
mit einer leichten Verzögerung auf den „Puls“ des Gerätes aus.
Die
letzte und dritte, die Lifetime-Anzeige, signalisiert dem Anwender die
verbleibende Lebensdauer. Sie basiert auf der Summe sämtlicher
Belastungen und ist irreversibel. Geht die Anzeige in den roten Bereich,
beträgt die Restlaufzeit weniger als 8 Jahre. Dann sollte ein Austausch
des Gerätes möglichst zeitnah vorgenommen werden.
Zusammenfassung
Von
dezentralen Netzgeräten in der Schutzart IP 67 wird heute mehr
gefordert als nur das Transformieren in eine bestimmte Ausgangsspannung.
Anwendungsbezogene
Funktionen und die Möglichkeit der Überwachung zur Umsetzung von
Condition Monitoring werden immer mehr erwartet. Die neuen intelligenten
Power Supplies In IP 67 erfüllen als erste am Markt diese
Anforderungen. Dank ihres besonders hohen Wirkungsgrades von > 92%
arbeiten sie energiesparend. Da man sie permanent unter Hochlast
betreiben kann, müssen Leistungsreserven nicht mehr vorgehalten werden,
weshalb die Geräte nicht nur besonders kompakt, sondern auch
wirtschaftlich in der Anschaffung sind. Weitere erhebliche
Einsparpotentiale resultieren durch umfassende Monitoringfunktionen.
Dank gut sichtbarer LEDs lassen sich Last, Stresslevel und Lebensdauer
auch aus größerer Entfernung gut erkennen. Dies ermöglicht erstmals auch
bei schwer zugänglichen Geräten die Umsetzung von zustandsorientierten
Instandhaltungskonzepten. So müssen die Stromversorgungen erst dann
ausgetauscht werden, wenn sich ihr Lebenszyklus dem Ende neigt.