Die Großstickmaschinen aus dem Hause Lässer sind sehr beeindruckend: Bis zu 2200 Nadeln auf bis zu 28 Metern Länge verrichten im Gleichschritt präzise Stickarbeit, während sich das Gatter gleichmäßig hebt und senkt. Bereits seit 1954 entwickelt das Diepoldsauer Unternehme Maschinen mit exzellenter Stickpräzision und hoher Geschwindigkeit. Das Schweizer Unternehmen zählt sich zu den internationalen Innovations- und Marktführern im Bereich Großstickmaschinen. Mit der Modelreihe LSH ist Lässer nun auch im Segment Kleinstickmaschinen aktiv. Allen Maschinen in diesem Markt ist gemein, dass ihr Hinterfaden auf einer Spule gespeichert ist – so wie man es von Nähmaschinen kennt. In Hinsicht auf Qualität und Präzision hat diese Technik jedoch ihre Grenzen. Um diese zu sprengen, stieg Lässer in diesen Markt ein und konnte Vorteile aus der Großstickmaschinentechnik auch bei Kleinstickmaschinen umsetzen. Bei der Neuentwicklung wollte Lässer neue Wege beschreiten. Essenziell war für die Entwickler, die bewährte Schiffchentechnik der Großmaschinen auch im neuen Markt zu etablieren. Eine Herausforderung auf der Kostenseite spielen Kleinstickmaschinen doch in einer völlig anderen Preiskategorie. Mit der neuen Modellreihe LSH ist dieser Streich gelungen: Der Preis ist attraktiv und die Adaption der erprobten Schiffchen Technik auf Kleinstickmaschinen ermöglichte eine höhere Stickqualität und mehr Effektmöglichkeiten.
Lässer entwickelt und baut seit rund 17 Jahren eigene Steuerungen für seine großen Maschinen. Die sind anwendungsbezogen, proprietär aufgebaut und werden per Hochsprachen programmiert. Bei der neuen LSH-Baureihe wäre eine solche Umsetzung aus Zeit und Kostengründen nicht zielführend gewesen. Zudem galt es, eine zentrale Steuerungslösung mit nur einer CPU zu realisieren, die alle Aufgaben der Steuerung, Antriebstechnik und Visualisierung mit hoher Performance umsetzt. Nur so konnte ein entsprechender Verkaufspreis der Maschinen erzielt werden. Die passende Lösung kam aus dem österreichischen Lamprechtshausen von Sigmatek: Die Hardware auf C-DIAS Basis, das Engineering Tool Lasal und der schnelle Echtzeit- Ethernetbus Varan in Kombination mit den Servo-Antrieben überzeugten durch die technischen Vorteile und das Preis/Leistungsverhältnis.
„Bei der Sigmatek-Lösung sind alle notwendigen Funktionen nahtlos integriert. Die komplette Durchgängigkeit – von Steuerung, Visualisierung, Motion Control, Safety, Kommunikation und Engineering – vereinfacht und verkürzt die Realisierung eines Maschinenkonzeptes deutlich. Darüber hinaus ermöglicht die hohe Flexibilität eine schnelle und kostengünstige Anpassung an neue oder geänderte Anforderungen“, bestätigt Reto Spirig, Entwicklungsleiter Steuerungstechnik bei Lässer.Objektorientiertes Programmieren

LASAL von SIGMATEK ist ein hoch modernes Engineering Tool (siehe Kastentext). In ihm wurde erstmals die Technologie der objektorientierten Programmierung in die Steuerungstechnik übertragen. In einem einzigen Paket werden alle Funktionalitäten zur Lösung komplexer Automatisierungsaufgaben zur Verfügung gestellt: Projektierung und Programmierung, Visualisierung, Motion Control, Safety, Service, Diagnose und Fernwartung. Maschinenapplikationen lassen LASAL von SIGMATEK ist ein hoch modernes Engineering Tool (siehe Kastentext). In ihm wurde erstmals die Technologie der objektorientierten Programmierung in die Steuerungstechnik übertragen. In einem einzigen Paket werden alle Funktionalitäten zur Lösung komplexer Automatisierungsaufgaben zur Verfügung gestellt: Projektierung und Programmierung, Visualisierung, Motion Control, Safety, Service, Diagnose und Fernwartung. Maschinenapplikationen lassen sich so schnell und durchgängig realisieren. LASAL ermöglicht die Modularisierung der kundenspezifischen Maschinensoftware, wodurch sich diese für andere oder geänderte Applikationen wiederverwenden lässt. Durch „Scripting“ kann die Maschinensoftware automatisch aus Standardmodulen zusammengesetzt werden.