Die Verbesserung der Ausgangslage zeigt sich ebenfalls in der über drei Monaten geglätteten Darstellung. Der solchermassen gebildete PMI liegt mit 55.7 Punkten abermals in der Wachstumszone. Der aktuelle PMI befindet sich immer noch unter den Werten der Hochkonjunktur um die Jahrtausendwende (Mittelwert 60.6 Zähler) oder denjenigen im Boom bis Mitte 2008 (Mittelwert 61.4). Von den fünf Subkomponenten, die in die Berechnung des PMI einfliessen, schloss nur die Auftragsbestandskomponente tiefer (-0.1 Zähler), die übrigen verzeichneten Indexanstiege. Mit Ausnahme der Subkomponente "Beschäftigung" liegen nun alle in der Wachstumszone – "Produktion" und "Auftragsbestand" mittlerweile seit sieben Monaten, "Lieferfristen" sogar seit acht.
Die Subkomponente "Lager Einkauf" kletterte dank eines markanten Anstiegs um 6.4 Punkte erstmals seit 19 Monaten wieder über die Wachstumsschwelle. Offensichtlich wurden die Einkaufslager im Februar aufgestockt. Dies kann entweder auf steigende Zuversicht, eventuell aber auch auf Sorgen über zukünftige Preissteigerungen zurückgeführt werden. Die Preiskomponente, welche nicht in den PMI-Index einfliesst, schnellte um 7 Punkte auf den höchsten Stand seit August 2008. Die Subkomponente "Beschäftigung" schloss trotz erneuter Indexzunahme wiederum unterhalb der Wachstumsschwelle – Zeichen einer weiterhin ausbleibenden Nachfrage nach Arbeitskräften.Konzept des PMI
Der schweizerische PMI existiert seit Januar 1995. Er ist ein Gemeinschaftswerk der CREDIT SUISSE und procure.ch. Das Konzept des PMI ist denkbar einfach und wird in den USA mit Erfolg seit über 50 Jahren angewandt. Jeden Monat werden über 200 Einkaufsmanager von Schweizer Industrieunternehmen über deren Performance im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat befragt. Die Fragen sind qualitativer Art, d.h. die Einkaufsmanager müssen einschätzen, ob das Aktivitätsniveau "höher", "gleich" oder "tiefer" liegt als im vorhergehenden Monat.