|
|
Rundschleifmaschine S41 für komplexe Schleifaufgaben
Archiv | 30.08.2011 | Technisch und wirtschaftlich hochkarätige Stärken charakterisieren die neue CNC-Universal-Rundschleifmaschine S41. Die Maschine schleift mit wesentlich höherer Präzision und gleichzeitig erheblich größerer Zerspanungsleistung. Ausserdem sind die Längs- und Querachse, sowie die Schwenkachse für den Schleifspindelstock mit elektrischen Direktantrieben ausgerüstet, welche die Arbeitspositionen schneller und exakter anfahren.
Höhere Präzision, bessere
Oberflächenqualität, grössere Zerspanungsleistungen – damit bringt der Markt
seine laufend steigenden Forderungen an die Wirtschaftlichkeit von
Schleifmaschinen auf den Punkt. Bei der Erfüllung dieser Forderungen setzt die
Fritz Studer AG mit der neuen CNC-Universal-Rundschleifmaschine S41 einmal mehr
Massstäbe. Die Entwickler nutzten das Praxis-Know-how einer langjährig und
weltweit bewährten Vorgängermaschine, die neue Maschine punktetet jedoch mit
einer Reihe von herausragenden konstruktiven Merkmalen. Sie arbeitet schneller
und präziser und bietet ausserdem einem breiteren Anwendungsspektrum
wirtschaftlich höchst attraktive Produktionsmöglichkeiten. Und durch die
Einsparung von Nebenzeiten verkürzt sie die Zykluszeiten des Schleifprozesses
erheblich.
Hochsteifes
Maschinenbett und wartungsfreies Führungssystem
Zu den herausragenden Merkmalen der S41
gehört zum Beispiel das wesentlich massivere und steifere, thermostabilere
Maschinenbett aus Granitan® S103. Die Rezeptur dieses Mineralgusses ist auf
optimale Schleif-Betriebsbedingungen ausgelegt. Damit bietet das Maschinenbett
dem integrierten Führungssystem im buchstäblichen Sinn die stabile Basis für
die Aufnahme der hohen Kräfte, die beim Schleifen mit großen
Zerspanungsleistungen auftreten.
Das neue Führungsbahnsystem StuderGuide®
sorgt sowohl bei Stillstand als auch während der Bewegungen für hohe Präzision
der Längs- und Querschlitten. Das Führungsbahnsystem StuderGuide® nutzt die
Vorteile von hydrostatischen und hydrodynamischen Führungssystemen und
vermeidet den Slip-Stick-Effekt oder das Aufschwimmen des Schlittens. Zur hohen
Präzision der Maschine trägt auch bei, dass die aus massivem Grauguss
bestehenden Längs- und Querschlitten über den gesamten Verfahrweg vollständig
auf den Führungen aufliegen. Mit diesem wartungsfreien Führungssystem
garantiert Studer auf 950 Millimetern Messlänge eine Geradheit der Mantellinie
von < 0,003 Millimetern. Die ersten Testergebnisse ergaben sogar Werte von
< 0,002 Millimetern.
Elektrische
Direktantriebe steigern Schnelligkeit und Präzision
Auf der durchgehend geschliffenen Oberfläche
des Längsschlittens (Z-Achse) sind der Werkstückspindelstock und der Reitstock
montiert, sowie Zubehör und Vorrichtungen. Eine geschliffene T-Nut über die
gesamte Länge der Führung ermöglicht die optimale Positionierung von
Abrichtwerkzeugen. Der Querschlitten (X-Achse) trägt den Schleifspindelstock.
Längs- und Querschlitten werden von Linear-Direktantrieben bewegt und erreichen
mit bis zu 20 Metern pro Minute vier Mal höhere Verfahrgeschwindigkeiten und
Achssystemauflösungen von zehn Nanometern. Dies ermöglicht hochpräzises und
höchst effizientes Schleifen und leistet gleichzeitig einen massiven Beitrag
zur Verkürzung der Nebenzeiten.
Die Schwenkbewegung des Revolver-Schleifspindelstocks
(B-Achse) erfolgt ebenso durch einen Direktantrieb. Er schwenkt den
Revolver-Schleifspindelstock etwa drei mal schneller und positioniert die
jeweils neu zum Eingriff kommenden Schleifscheiben in wesentlich kürzerer Zeit
mit einer Positionierstreubreite < 1". Die Positionierung ist also um
den Faktor Zwei präziser als bei den Vorgängermaschinen. Zur schnelleren
Positionierung trägt auch der Wegfall der Hirth-Verzahnung bei, welche den
Schleifspindelstock bei den Vorgängermaschinen in seiner Position fixierte.
Beim Einschwenken einer neuen Schleifscheibe ist es also nicht mehr
erforderlich, zuerst den Revolver-Schleifspindelstock aus der Hirth-Verzahnung
zu heben und danach durch Absenken wieder einzurasten. Es entfällt auch der
Zeitaufwand für die Feineinstellung nach dem Einrasten in die Hirth-Verzahnung.
Das neue Konzept trägt damit erheblich zur Einsparung von Nebenzeiten bei –
besonders, wenn der Schleifprozess eines Werkstücks das häufige Einschwenken
verschiedener Scheiben erfordert. Maschinenvarianten erweitern Marktpotenzial für den AnwenderZusätzlich zu den beachtlichen Steigerungen
der Arbeitsgeschwindigkeit und der Präzision verfügt die S41 über eine Reihe
von vorteilhaften Eigenschaften, die es dem Anwender ermöglichen, ein erweitertes
Werkstückspektrum und damit ein breiteres Marktspektrum abzudecken. -
So etwa wurde die
Spitzenhöhe bei der Standardausführung auf 225 Millimeter erhöht. Als Option
ist die Maschine auch mit einer Spitzenhöhe von 275 Millimetern verfügbar, wobei
diese nicht durch Zwischenlagen sondern durch entsprechend höher ausgelegte
Spindelstöcke erreicht wird. Die maximalen Spitzenweiten betragen bei der
Standardmaschine 1.000 Millimeter, es ist jedoch auch eine Maschinenvariante
mit einer Spitzenweite von 1.600 Millimeter verfügbar. Durch die grössere
Spitzenhöhen und Spitzenweiten lassen sich nun Werkstücke bis zu Gewichten von
250 kg bearbeiten. Für die schwereren Werkstücke wird die Maschine mit einem
hydraulisch gespannten Reitstock ausgerüstet.
- Bis zu vier
Aussenschleifscheiben oder drei Innenschleifspindeln ermöglichen über 30
Schleifkopf-Kombinationen. Die Schleifscheiben werden nicht mehr von
Riemenantrieben sondern nur noch von Motorspindeln angetrieben. Die Maschine
lässt sich auch mit Motorspindeln für das Hochgeschwindigkeitsschleifen (HSG)
ausrüsten. Es können Innenschleifspindeln mit Drehzahlen von 6.000 bis 120.000
U/min eingesetzt werden. Automatische Auswuchtsysteme und Frequenzumformer für
jede Aussenschleifspindel erlauben es, den Schleifprozess gezielt auf die
jeweiligen Einsatzbedingungen abzustimmen. Es stehen auch
Schleifspindelstock-Varianten mit einer Vertikalspindel zum Schleifen von
Längsnuten oder mit einer Längsschleifachse zum Längsschleifen von Innenkonen
zur Auswahl.

|
|