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Haltbarkeitsüberwachung mit flexiblem Chip
 Chip: Druckbare Elektronik soll Lebensmittel kontrollieren (Foto: ThinFilm)
28.01.2012 | Der Einzug elektronischer Haltbarkeitsüberwacher steht unmittelbar bevor. Neben intelligenten Kühlschränken oder Plaketten, die ihre Farbe ändern, soll nun auch ein gedruckter Chip der norwegischen Firma ThinFilm Electronics für Sicherheit vor dem Verzehr leicht verderblicher Güter sorgen. Dieser wird in der Lage sein, die komplette Kühlkette zu überwachen.
Den Norwegern ist es gelungen, einen beschreibbaren Speicher zu bauen, der
sich aufdrucken lässt. Dieser wurde in Kooperation mit PST Sensors gebaut und bildet neben
dem Temperatursensor eine der Kernkomponenten der neuen Erfindung. Insgesamt
handelt es sich "um ein smartes Objekt, das komplett in sich geschlossen
arbeitet", schildert Jennifer Ernst, Nordamerika-Vizechefin von ThinFilm.
Die erste Generation des Lebensmittel-Wächters wird bereits einige
Funktionen beherrschen. Neben Informationen über das jeweilige Nahrungsmittel
kann er dank seines Speichers Buch über Temperaturveränderungen führen. Hinter
dem dazugehörigen, ebenfalls druckbaren "Thermistoren" stecken alleine
zehn Jahre Forschungsarbeit. Darüber hinaus inkorporiert das System auch noch
eine winzige Batterie mit der Kapazität von einer Milliamperestunde sowie einen
Anschluss für ein optionales Display.
Günstig und umweltfreundlich
Die komplette Konstruktion soll zumindest über sechs Monate lauffähig sein.
Der Großteil basiert auf Materialien, die danach bedenkenlos entsorgt werden
können. So besteht der Speicher beispielsweise aus einem ferro-elektrischen
Polymer.
Neben ökologischen Vorteilen soll die ThinFilm-Entwicklung anderen Systemen
auch in Sachen Kosten deutlich überlegen sein. Man rechnet damit, dass der
Preis für einen kompletten Chip in der für 2013 geplanten Massenproduktion bei
etwa 0,3 Dollar liegen wird. Dies entspricht dem Bruchteil von ähnlicher Elektronik
auf RFID-Basis.
Der wiederbeschreibbare Speicher erlaubt auch andere Anwendungsformen. So
produziert ThinFilm heute bereits Lösungen, die etwa im Bereich der
Besucherkontrolle- und Authentifizierung zum Einsatz kommen. Neue
Klein-Sensoren, etwa für Luftfeuchtigkeit oder Luftbestandteile könnten diese
Möglichkeiten in Zukunft erweitern. (pte)

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