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Elektromotoren recyceln
Archiv | 10.12.2011 | Ein Konsortium aus Industrie und Forschung entwickelt unter der Leitung von Siemens Recyclinglösungen für Elektromotoren. Schwerpunkt sind dabei die Permanentmagnete mit ihrem hohen Anteil an Metallen der Seltenen Erden, die für Elektro- und Hybridfahrzeuge benötigt werden.
Die Partner im Projekt MORE (Motor Recycling)
betrachten die gesamte Breite der Wertschöpfungskette von der
Auslegung und Fertigung der Motoren über die Retrologistik bis zum
Wiedereinsatz im Fahrzeug, um eine industriell einsetzbare Lösung zu
entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium (BMBF)
gefördert.
Für kompakte und leichte Synchronmotoren werden
Permanentmagnete mit einem Anteil von etwa 30 Prozent an
Seltenerdmetallen benötigt. Der Bedarf an Seltenen Erden wird in den
nächsten Jahren stark ansteigen – unter anderem auch aufgrund der
Verbreitung von Elektro- und Hybridfahrzeugen. Da andererseits bei der
Lieferung der Seltenen Erden im Moment ein chinesisches Monopol besteht,
sind Versorgungsengpässe zu erwarten. Daher fördert das BMBF im Rahmen
der Bekanntmachung „Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität“
(STROM) unter anderem die Entwicklung Ressourcen schonender Technologien
für Elektrofahrzeuge.
Die Forscher verfolgen mit dem Projekt MORE
verschiedene Ansätze für das Recycling von Elektromotoren: Den Ausbau
der insgesamt etwa ein Kilogramm schweren Magnete aus Altmotoren, die
Reparatur und die anschließende Wiederverwendung des Elektromotors oder
seiner Komponenten genauso wie die werk- und rohstoffliche
Wiederverwertung der Magnetmaterialien und der Seltenerdmetalle durch
Wiedergewinnung aus vorsortiertem und geschreddertem Material. Außerdem
sollen Konzepte für ein recyclinggerechtes Motordesign erstellt, sowie
Ökoeffizienzanalysen und Modelle für Stoffkreisläufe ausgearbeitet
werden.
Bis 2014 sollen die Ergebnisse des Förderprojekts
vorliegen. Beteiligt sind Experten von Siemens, Daimler, Umicore und
Vacuumschmelze, der Universität Erlangen, der Technischen Universität
Clausthal, des Öko-Instituts Darmstadt und des Fraunhofer-Instituts für
System- und Innovationsforschung. Die im Projekt entwickelten
Technologien können in Zukunft auch Anwendungen in anderen Bereichen
zugute kommen, in denen Seltene Erden eine Schlüsselrolle spielen, wie
zum Beispiel in Windkraftanlagen.

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