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Drucktransmitter mit hermetisch eingeschlossener Elektronik
Archiv | 28.04.2011 | Durch den modularen Aufbau der EMV-festen Drucktransmitter Serie 21 C bietet die Keller GmbH angepasste Lösungen für die unterschiedlichsten Applikationen. Konformität mit RoHS und umfassender Schutz vor elektromagnetischen Einstrahlungen ist in diesem Umfeld elementar. Nur Edelstahl vom Typ AISI 316L in Berührung mit den Messmedien – also keine innen liegenden Dichtungen – und nach außen die Schutzklasse IP67 machen sorgenfrei.
Anwender in
typischen Branchen wie Kälte- und Klimatechnik, Pneumatik, Hydraulik,
Kompressoren, Lüftungsanlagen, Pumpentechnik, oder ganz allgemein im
Maschinenbau wissen die hermetisch eingeschlossene Elektronik sofort zu
schätzen.
Aber
erfahrene Anwender wissen auch um einen der Knackpunkte der
Drucksensorik: die Temperaturabhängigkeit. Auch hier bietet die Serie 21
C von Keller Ungewöhnliches: Die mathematische Modellierung der
individuell in einem mehrstufigen Kalibrierverfahren ermittelte
Sensor-Charakteristik – in Verbindung mit der Chip-in-Oil-Technologie
(CiO) ein Schlüssel zur optimalen digitalen Kompensation.
Der programmierbare Messverstärker wurde als Miniatur-ASIC realisiert,
mit extrem kurzen Verbindungsleitungen unmittelbar neben der Messzelle
montiert, in der gleichen Ölfüllung direkt in der hermetisch dichten
Messkapsel aus Edelstahl. Das bietet nicht nur optimalen EMV-Schutz.
Temperatureinflüsse wirken auf Sensor und Elektronik gleich und können
integral kompensiert werden. Bei einer Versorgungsspannung von 5 V
liefert der ASIC ratiometrisch ein Ausgangsignal von 0,5...4,5 V. Der
Chip verfügt über Verpolungsschutz und eine Überspannungsfestigkeit bis
±24 V.
Außerhalb der ölgefüllten, hermetisch dichten Druckmesszelle befinden
sich bei den Druckaufnehmern der Serie 21 C keinerlei elektronische
Bauteile. Probleme mit Kondensation sind deshalb unbekannt.
Die
Chip-in-Oil Technologie (CiO) ist die konsequente Weiterführung der
Integration und Miniaturisierung in der Drucksensorik. Durch die
Integration der kompletten Messkette (Sensor & Elektronik) in einem
Gehäuse wird die Störanfälligkeit drastisch reduziert. Das Konzept führt
nicht nur zu einer Verkleinerung der Gesamteinheit, sondern durch den
hohen Automatisierungsgrad zu ausgezeichneter Prozess-Sicherheit in der
Fertigung. Im Gegensatz zur voll integrierten Ein-Chip-Lösung bleibt die
volle Flexibilität zur Realisierung verschiedener Messbereiche und
letztlich zur Anpassung an unterschiedlichste Kundenwünsche. Am Ausgang
steht ein hoch genaues, normiertes und verstärktes Sensorsignal zur
universellen Weiterverarbeitung bereit. Messzellen in CiO-Technik sind
von Keller auch als Einzelkomponente für Temperaturbereiche von -50 °C
bis +150 °C lieferbar.
Die
klare Trennung von Druckmesselement und programmierbarem Verstärker –
obwohl in einem Gehäuse montiert – bietet höchste Flexibilität in der
Realisierung verschiedener Messbereiche und die Anpassung an die
unterschiedlichsten Kundenwünsche. Diese Flexibilität wird durch eine
Unzahl von Variationsmöglichkeiten bei den mechanischen und elektrischen
Anschlussarten noch weiter optimiert.

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