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Dosiersystem mit bis zu 100’000 Dosierpunkten pro Stunde
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Vollautomatischer Dispenser Scorpion verdoppelt Dispensgenauigkeit und -Geschwindigkeit
Archiv | 28.10.2011 | Essemtec stellte das neue automatische Dosiersystem mit dem Namen Scorpion vor. Die Maschine basiert auf der neuen Paraquda-Plattform. Sie ermöglicht hochpräzises Dispensen mit bis zu 100’000 Dosierpunkten pro Stunde. Die Maschine kann mit vier verschiedenen Ventilen ausgerüstet werden und ist für den flexiblen und produktiven Einsatz in der Elektronik, der LED-Herstellung und anderen Industrien ausgelegt.
Bis zu 100’000 Punkte pro Stunde kann die Scorpion
dosieren und dies bei einer Genauigkeit von +/-25µm (3s). Diese
aussergewöhnliche Leistung und Präzision wird durch die neue Basis des Dispensers
ermöglicht, die Maschinenplattform Paraquda. Das XY-Portal baut auf einem
robusten Mineralguss-Sockel auf. Dessen hervorragende Dämpfung vermeidet
Schwingungen und sorgt für einen ruhigen Lauf auch bei hohen Geschwindigkeiten.
Der H-Antrieb mit hochpräzisem Linearsystem garantiert höchste Präzision auch
für anspruchsvolle Aufgaben.
Der XY-Antrieb ist so leistungsfähig, das bis zu vier
verschiedene Dosierventile gleichzeitig installiert sein können. Dies minimiert
den Umrüstaufwand für verschiedene Anwendungen oder es erlaubt, verschiedene
Medien in einem Arbeitsgang zu dosieren.
Twin-Modus: Parallel arbeiten spart Zeit
Für die effiziente Produktion grosser Volumen
bietet die Scorpion den Twin-Modus. In dieser Betriebsart dosieren zwei Ventile
gleichzeitig, wobei der Abstand zwischen den Dosierventilen einstellbar ist.
Ein typisches Einsatzgebiet für den Twin-Dispenser
ist die LED-Fertigung oder die Elektronikfertigung mit Mehrfachnutzen. Zwei Jetventile
können dort gleichzeitig parallel Klebepunkte auftragen, weil der Abstand von
Nutzen zu Nutzen konstant ist. Der Twin-Dispenser bringt hier praktisch eine
Verdoppelung der Dosierleistung.
Viel Bewegungsfreiheit
Der Arbeitsbereich der Scorpion ist grösser als
bei den meisten Dosiersystemen. In der Ebene ist die Arbeitsfläche mit 650 x
500 mm spezifiziert. Standardmässig wird die Scorpion mit einem Inline-Transportsystem
für Substrate bis 510 x 470 mm ausgerüstet. Je nach Anwendung kann der
Arbeitsbereich aber flexibel genutzt oder mit einer kundenspezifischen
Substrathalterung versehen werden.
Jeder Dosierkopf verfügt über einen eigenen
Z-Antrieb mit einem besonders grossen Hub von 85 mm. Die Scorpion kann damit
auf mehreren Ebenen dosieren, Aufbauten oder Bauteile überspringen oder auch in
ein Gehäuse hinein tauchen.
Dosierventil nach Wunsch
Die Scorpion kann prinzipiell mit jeder Art von
Dosierventil arbeiten. Die Standard-Ventile sind das Zeit-Druck, das Schrauben-
und das Piezo-Flow-Ventil für Lotpasten. Je nach Anwendung wird das ideale
Ventil vom Anwender zusammen mit dem Prozessspezialisten bestimmt.
Mit einem Jet-Ventil lässt sich die
Leistungsfähigkeit der Scorpion voll ausnutzen. Es kann einzelne Tropfen über mehrere
Millimeter präzise verschiessen, deshalb wird beim Dispensen keine Z-Bewegung
benötigt. Das von Essemtec empfohlene Jet-Ventil bietet einen besonders grossen
Arbeitsbereich. Es verarbeitet sowohl dünnflüssige als auch hochviskose Medien
und kann auch gefüllte Klebstoffe oder Cyanacrylat dispensen.
Mit dem Jetventil lassen sich fast alle
Dosieraufgaben realisieren. Dank der hohen Dosierfrequenz können Punkte zu
Linie oder Kurve gereiht werden. Grosse und kleine Volumen können sich so
schnell abwechseln, wie dies bei keinem anderen Dosierventil möglich wäre.
Nadelabstand immer konstant dank
Laser-Sensor
Im Unterschied zum Jetventil ist beim Dosieren mit
einer Nadel der Abstand zum Substrat einer der wichtigsten Prozessparameter.
Damit dieser auch bei einem gewölbten Substrat immer konstant bleibt, bietet
die Scorpion ein schnelles Regelsystem.
Ein hochpräziser Lasersensor tastet die
Substratobefläche vor dem Dispensen mit einer Auflösung von 1 µm ab. Während
dem Dispensen wird die Z-Höhe des Dosierkopfes dann automatisch nachkorrigiert.
Neu verfügt die Scorpion auch über ein
automatisches Nadel-Kalibriersystem. Dieses vermisst die Nadellänge ebenfalls
auf 1 µm genau. Dieses System vereinfacht den Nadelwechsel und erhöht die
Zuverlässigkeit im Betrieb.
Die neu entwickelte Reinigungsstation für
Dosiernadeln oder den Jet-Dosierkopf sorgt für dauerhaft optimale
Voraussetzungen für präzise Dosierungen. Die Station arbeitet mit Vacuum, berührungslos
und zuverlässiger als die traditionellen mechanischen Reinigungssysteme.
Einfach für Bediener, flexibel für
Spezialisten
Die grafische Software der Scorpion macht das
Einrichten und den Betrieb der Maschine für den Anwender sehr komfortabel und einfach.
Der Prozessspezialist kann aber trotzdem alle Dosierparameter detailliert beeinflussen
und die Prozesse fein Abstimmen.
Die Programmierung erfolgt wahlweise im
Teach-In-Verfahren oder direkt mit CAD- Bestückungsdaten. Letztere werden mit
der integrierten Muster-Datenbank automatisch in fertige Dispensprogramme
umgewandelt.
Im Teach-In-Modus kann das geplante Dosierprogramm
der Live-Aufnahme des Substrats überlagert werden. Die Koordinaten der
Dosierpunkte lassen sich so einfach überprüfen und bei Bedarf optimieren. Nach
dem Dosieren dient die integrierte Kamera der Inspektion.
Erprobtes System mit Zukunftspotential
Die Scorpion ist ab August 2011 erhältlich ist
aber bereits seit Monaten praxiserprobt. Auch die Maschinenbasis, die Bestückungsmaschine
Paraquda, hat weltweit bereits in vielen Elektronikfertigungen ihre
Zuverlässigkeit bewiesen.
Die Scorpion ist nicht nur eine schnellere und
genauere Dispensmaschine, sondern auch eine sichere Investition. Die Ingenieure
von Essemtec haben die Paraquda-Maschinenbasis mit dem modernsten und genausten
ausgestattet, was die Antriebs- und Regelungstechnik zu bieten hat.
Weiterentwicklungen werden auf dieser Plattform basieren. Die Scorpion entspricht
deshalb nicht nur den aktuellen sondern auch zukünftigen Anforderungen der
Dosiertechnik.

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