Wasser wird zu einer ernsthaften Bedrohung, wenn durch starke Regenfälle der Wasserstand in den Gewässern übermässig ansteigt. Nicht überall ist es möglich und gewünscht, massive Dämme zu bauen. Eine Alternative dazu sind beispielsweise Dämme in Leichtbauweise, die als mobile oder fixe Konstruktion zum Einsatz kommen.
Neben grossräumigen Schutzvorrichtungen konzentrieren sich Behörden und Private vermehrt auf den Objektschutz. Ein definiertes Objekt kann mit einem mobilen Schutzdamm innert kurzer Zeit abgeschirmt werden. Dammbalkensysteme werden hauptsächlich im innerstädtischen Bereich eingesetzt, wenn ein ausgebauter Vollschutz nicht möglich ist oder nicht in Frage kommt. Solche Dammbalkensysteme gibt es in verschiedenen Varianten und Ausführungen, und sie werden mehrheitlich projektbezogen verbaut.
Eines der Systeme setzt leichte Aluminiumbalken ein. Stützen sind auf Ankerplatten montiert, die im Erdreich versenkt sind. Die Aluminiumbalken werden zwischen die Stützen montiert und verspannt, um dem Auftrieb entgegenzuwirken. Mit diesem dreiteiligen System kann in kurzer Zeit ein Notdamm errichtet werden, der ebenso schnell wieder abgebaut ist.
Betreffend Dichtung ist alles wahr
Mit einer Schaumdichtung zwischen der untersten Balkenlage und dem Untergrund werden die Zwischenräume abgedichtet und Unebenheiten ausgeglichen. Die Dammbalken müssen aber auch
untereinander und gegenüber den Stützen abgedichtet werden. Dazu entwickelte Maagtechnic Deutschland ein Lippendichtungskonzept.
Oft werden für vergleichbare Anwendungen koextrudierte Elastomerprofile mit zwei Shore-A-Härten entwickelt. In dieser Anwendung konnte durch geschickte Formenwahl und angepasste Wandstärken
darauf verzichtet werden. Es reicht eine Werkstoffhärte aus, um alle Anforderungen zu erfüllen. Damit lässt sich der Herstellprozess des Profils gut kontrollieren, und die Kosten bleiben kalkulierbar.
Für solche Aussenanwendungen eignet sich EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Elastomer) bestens. Der Werkstoff ist gegen Umwelteinflüsse und UV-Strahlen beständig. In die Nuten der Aluminiumbalken
werden die Dichtlippenprofile eingezogen. Je nach Anwendungszweck sind die Profile ein- oder zweiseitig dichtend. Um den Einzug zu erleichtern, werden die Profile mit Gleitmittel benetzt. Das trägt dazu bei, dass eine Längsstreckung des Profils gemindert wird. Eine weitere Massnahme gegen den Verzug ist ein Dehnsicherungsfaden, der ebenfalls zur Verhinderung von Längsstreckungen dient. Für die Dichtfunktion des Profils ist die verzugsfreie Montage Bedingung, denn EPDM ist ein elastischer Werkstoff und zieht sich nach einer Streckung in die Ursprungsform zurück. Dies hätte zur Folge, dass die Dichtwirkung beeinträchtigt wäre, was unbedingt verhindert werden soll. Die vorliegende Lösung verbindet Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und Einfachheit auf intelligente Weise.