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Dezentrale Trafos für gleichmäßigen Stromfluss
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Innovatives System reguliert Schwankungen erneuerbarer Energien
 Solarkraftwerk: Gut für die Umwelt, aber schwankungsreich (Foto: berlin-pics)
Archiv | 05.11.2011 | Forscher der Technischen Fachhochschule Georg Agricola haben einen Ortsnetztransformator entwickelt, der ein Problem der Energiewende lösen kann. Denn die Spannungsschwankungen im Energieverteilnetz werden bei der Zunahme von Solar- und Windenergieanlagen immer unberechenbarer. Auch hängen sie stark vom Wetter ab.
"Das charmante an der Lösung mit dem Ortsnetztransformator ist:
Es ist dezentral - man braucht am Stromnetz selbst nichts ausbauen", sagt
Stephan Düppe, Sprecher der Technischen Fachhochschule in Bochum.
Noch Brückentechnologie
"Der regelbare Ortsnetztrafo wendet vorhandene Energietechnik an,
jedoch auf eine neue Art und Weise. Wir haben damit eine Brückentechnologie
geschaffen auf dem Weg zum Smart Grid", sagt Michael Bendrat, der mit
Günter Schulz und einem Forscherteam den Ortsnetztransformator konzipiert hat.
Brückentechnologie deshalb, weil es noch einige Zeit dauern wird, bis ein
derartiges Energieverteilnetz großflächig aufgebaut ist. Das System soll für alle
Energieerzeuger - vom Großkraftwerk bis zur hauseigenen Solaranlage - optimiert
werden.
Mit dem Anteil erneuerbarer Energien wachsen die Spannungsschwankungen, da
sich Sonnenschein und Wind nicht regulieren lassen und unregelmäßige
Energieflüsse unterschiedliche Spannungspegel bewirken. Das Ortsnetz in
Deutschland ist auf eine Spannung von 230 Volt oder 400 Volt bei Drehstrom
festgelegt. Die Spannung darf davon um zehn Prozent abweichen. Jenseits dieser
Grenzwerte drohen Ausfälle oder gefährliche Schäden. Den Toleranzbereich
einzuhalten, ist für Netzbetreiber aber schwierig. So hat RWE einen Prototypen
seit Januar im Einsatz. Finanziert wird das Forschungsprojekt in Deutschland vom Land
Nordrhein-Westfalen und vom europäischen Fonds für regionale Entwicklung. (pte)

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