Sozioökonomisch-ökologische Wirkungsstudie (SÖW)

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Abgabetermin: 15.11.2010 - 17:00 Uhr

Auftragsart: Dienstleistung

Archiv | 31.08.2010 | Projekt (1034) 805 «Sozioökonomisch-ökologische Wirkungsstudie (SÖW) für mögliche Standorte von geologischen Tiefenlagern»:

Der Bund erarbeitet einen Sachplan geologische Tiefenlager. Der Konzeptteil des Sachplans liegt seit April 2008 vor. Im Rahmen der Etappe 1 wurden am 6. November 2008 mögliche geologische Standortgebiete für die Tiefenlager bekannt gegeben. Der Bundesrat wird voraussichtlich Mitte 2011 darüber entscheiden, welche dieser geologischen Standortgebiete in der Etappe 2 näher geprüft werden sollen.

Die Etappe 2 beginnt nach dem Bundesratsentscheid zu Etappe 1, voraussichtlich im Juli 2011. Bestandteil dieser Etappe 2 ist neben zahlreichen anderen Schritten auch die raumplanerische Beurteilung potenzieller Standorte u. a. mittels einer sozioökonomisch-ökologischen Wirkungsstudie, kurz SÖW genannt.

Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung ist die Durchführung dieser sozioökonomisch-ökologischen Wirkungsstudie. Hierzu ist die festgelegte Beurteilungsmethodik anzuwenden.

Die Resultate der sozioökonomisch-ökologischen Wirkungsstudie sind ein bedeutendes Hilfsmittel bei der Wahl geeigneter Standorte für geologische Tiefenlager. Ebenso dienen sie den betroffenen Regionen als Information über die in ihrer Region zu erwartenden Auswirkungen eines Tiefenlagerprojekts. Aufgrund ihrer zentralen Bedeutung für das Sachplanverfahren ist es sehr wichtig, dass die sozioökonomisch-ökologische Wirkungsstudie von einer unabhängigen und neutralen Stelle und nach der vorgegebenen Beurteilungsmethodik ausgearbeitet wird. Damit auch die Vergleichbarkeit der einzelnen Standorte gewährleistet werden kann, muss ein Anbieter/eine Anbieterin die Studie für sämtliche Standortvorschläge durchführen bzw. bei einer Bietergemeinschaft die Gesamtverantwortung übernehmen.

Die Beurteilungsmethodik für den Standortvergleich sieht eine Kombination aus einer Nutzwertanalyse und einer Vergleichswertanalyse vor: Die einzelnen Indikatoren, mit welchen die Auswirkungen eines Tiefenlagers gemessen werden, sind mit einer Nutzwertanalyse zu bewerten. Für die eigentliche Erhebung der einzelnen Indikatoren kommen verschiedene, sowohl qualitative wie quantitative Methoden zum Einsatz. Die bewerteten Indikatoren werden anschliessend in einem mehrstufigen Prozess gewichtet zu sechs Oberzielen zusammengefasst, was dann den Ausgangspunkt für die Vergleichswertanalyse bildet.

Bedarfsstelle/Vergabestelle:
Bundesamt für Energie BFE, Sektion Entsorgung radioaktive Abfälle, EA
WICHTIG
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